Die Turner der SpVgg Renningen betreten am Samstag, 11. Februar, Neuland. In Dunningen bestreiten sie gegen den TV Beffendorf ihren ersten Ligawettkampf in der Kreisliga Nord des schwäbischen Turnerbundes. Um eine schlagkräftige Mannschaft zusammen zu bekommen, ist im vergangenen Herbst die Wettkampf- und Trainingsgemeinschaft (WTG) Heckengäu gegründet worden. Kooperationspartner ist der TSV Gärtringen. Grundsätzlich, so hat es sich die WTG Heckengäu auf die Fahnen geschrieben, sollen aber auch jederzeit Turner, Trainer und Kampfrichter anderer Vereine aus der Region aufgenommen werden.
Bereits in der vergangenen Saison hatten sich die Renninger vorgenommen, eine Ligamannschaft zu stellen. Das Vorhaben scheiterte, weil sich zwei Turner verletzt hatten. "Wir hätten vier Turner gehabt, brauchen aber fünf, um konkurrenzfähig zu sein. Deshalb haben wir gesagt, dass es sinnvoll ist, wenn wir uns zusammentun", begründet der Renninger Verantwortliche und Mannschaftsführer Wayne Jaeschky den Zusammenschluss. Der bringt zwar den Nachteil mit sich, dass die Anfahrt zum Training in Gärtringen organisiert werden muss, dafür können nun je nach Bedarf auch zwei statt vier Einheiten in der Woche absolviert werden. Jaeschky: "Da wir die Trainingszeiten aller Mitgliedsvereine nutzen, können wir unser sportliches Niveau schneller verbessern."
In der Liga-Runde bestreitet die WTG Heckengäu vier Wettkämpfe. Nach der Premiere gegen Beffendorf stehen noch die Vergleiche mit der SpVgg Stetten (3. März), der WKG Spaichingen/Göllsdorf II (17. März) und dem VfL Sindelfingen II (25. März) auf dem Programm. Bei jedem Wettkampf gehen die Vereine an den sechs Geräten Boden, Barren, Reck, Sprung, Ringe und Pauschenpferd an den Start. Fünf Turner pro Team sind gefordert, danach steht fest, welche Mannschaft das Gerät gewonnen hat.
Die SpVgg Renningen hat Johannes Herbstritt (16), Ole Blech (13), Christian Marques (13), Luis Weiß (13) und Lukas Kapitza (13) für die Mannschaft nominiert und damit ein sehr junges Team aufgeboten. Dazu stoßen soll auch per Zweitstartrecht der 20-jährige Markus Budil, der bei der SKV Rutesheim turnt. Bei der SKV-Abteilungsversammlung der Turner am Dienstag, 14. Februar, will Abteilungsleiter Rolf Käßmann zudem über einen möglichen Beitritt in die WTG Heckengäu diskutieren. Grundsätzlich steht er einem Start von Budil im Ligabetrieb positiv gegenüber ("Wir sind froh, wenn er woanders mitturnen kann"). Darüberhinaus müsste jedoch zunächst geklärt werden, welche Rechte und Pflichten sich ergeben, wenn sich die Rutesheimer Abteilung der Wettkampf- und Trainingsgemeinschaft anschließt.