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Die Leonberger feilen noch an ihrer Kür

"Strohgäu Extra", vom 04.02.2012 02:46 Uhr
Voltigieren Heute startet in Offenburg die Trophy Süd. Das Renz-Team steigt erst später in die Serie ein. Von Nathalie Mainka

Wenn heute Abend die Voltigierer im Rahmen des internationalen Hallen-Springturniers in Offenburg, den Baden Classics, in die dritte Auflage der Trophy Süd starten, ist ein Team nicht dabei: das Leonberger. Trainer Wolfgang Renz bedauert diese Absage, zumal er der Initiator dieser Tour für Voltigiergruppen auf höchstem S-Niveau ist. "Doch wir haben uns aus verschiedenen Gründen entschieden, erst bei der zweiten Station im April in Leonberg ins Rennen zu gehen", sagt Wolfgang Renz.

Ein Grund ist die Handverletzung von Anne Schlumbohm, die erst seit kurzem im Leonberger Team ist. Der Arm der Waldenbucherin ruht zwei Wochen lang in Gips, an Training kann die Elfjährige derzeit nicht denken. Mit Anne Schlumbohm kam auch die Leonbergerin Maja Wagner neu in die Voltigier-Mannschaft. Zudem hat sich Jessica Lange nach einer Pause, in der sie ihr Abitur gemacht hat, entschieden, wieder zu den Voltigierern zurückzukehren. "Das sind also drei Neue, die wir integrieren müssen", so Renz. Eine neue und bessere Kür ließe sich unter diesen Umständen nicht so schnell verwirklichen, zumal die jungen Frauen sehr ehrgeizig seien und sich mit halben Dingen nicht zufrieden gäben. "Ein Start in Offenburg kam auch deshalb nicht in Frage, weil wir derzeit bei den Pferden einen Wechsel vollziehen", so der Trainer.

Leon ist zwar noch immer aktiv, soll sich aber so langsam zur Ruhe setzen. Der fünfjährige Hengst Carladus, seit 2010 im Besitz von Wolfgang Renz, ist sein Nachfolger und wird derzeit auf die höheren Aufgaben vorbereitet. Der zweite Neuzugang, Diamant, ist als Trainingspferd und für Einzelvoltigierer im Einsatz, für die Nachwuchsgruppen ist in der Regel Vegas zuständig. "Wir arbeiten momentan mit drei neuen Pferden", so Wolfgang Renz. Der Wechsel müsse langsam vollzogen werden.

Wolfgang Renz ist bereits gestern Abend nach Offenburg gefahren. Eine Gruppe von Leonberger Voltigierern macht sich heute auf den Weg zu den Baden Classics. "Es ist wichtig, dass wir die Veranstaltung unterstützen, auch wenn wir nicht teilnehmen", sagt der Organisator Renz. Die derzeit eisigen Temperaturen mache den Pferden beim Transport nichts aus. "Die produzieren so viel Energie, dass sie im Anhänger sogar schwitzen." Die Baden-Arena ist natürlich beheizt. "Deshalb ziehen wir Veranstaltungen wie die Baden Classics, die Schleyerhalle oder die Pferd International in München kleineren Hallen, in denen es entweder richtig heiß oder eiskalt ist, vor", sagt Renz, der es sich zum Ziel gemacht hat, den hochklassigen Voltigiersport einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen und ihn publikumswirksam zu präsentieren. Bei jeder der drei Stationen wird ein Preisgeld von insgesamt 4000 Euro ausgeschüttet.

Als Ersatz für die Voltigierer des RFV Leonberg ist in Offenburg kurzfristig ein Team aus Österreich, UVT Salzburg/Freisaal, eingesprungen. Die weiteren fünf Teilnehmer sind: Voltige Lütisburg, Team Bleyer Köln, URC Wildegg, Pegasus Mühlacker und Ecuries de la Gigogne. Los geht"s heute für die Voltigierer um 18.15 Uhr und morgen um 13 Uhr vor dem Großen Preis von Offenburg. Nach dem Auftakt bei den Baden Classics sind die Teilnehmer am 21./22. April im Leonberger Tilgshäusle zu Gast. Im Rahmenprogramm der Trophy ist unter anderem die erste Sichtung zur Deutschen Meisterschaft geplant. Das große Finale folgt am 17./18. Mai in München im Rahmen der Pferd International.

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