Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Getreu diesem Motto hat der Sindelfinger Oberbürgermeister Bernd Vöhringer sein Amt abgegeben. Er ist der Überzeugung, dass die Sportregion Stuttgart noch nie so gut dastand wie heute.
Herr Vöhringer, was hat zu dem Entschluss geführt, nicht mehr als Vorsitzender der SportRegion zu kandidieren?
Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich sehr gerne an der Spitze der Sportregion Stuttgart gestanden habe. Die interkommunale, parteiübergreifende Zusammenarbeit war stets mit sehr viel Freude verbunden. Dabei hatten wir in der Vergangenheit nicht nur ruhige Zeiten, sondern immer wieder auch mit kritischen Stimmen zu kämpfen. Das hat sich inzwischen weitestgehend gelegt. Auch ehemalige Kritiker anerkennen mittlerweile die Arbeit der Sportregion.
Wie fällt denn Ihr Fazit aus - überwiegt das Positive oder das Negative?
Der Rückblick fällt fast ausschließlich positiv aus. Kritisch war vor allem die Anfangsphase, als die Sportregion nach der gescheiterten Olympia-Bewerbung ihre Rolle erst finden musste. Wir haben uns damals viele Gedanken gemacht und die richtigen Entscheidungen getroffen. Wichtig war hierbei die Einführung von hauptamtlichen Strukturen.
Was waren die Höhepunkte?
Da fällt mir spontan die Werbetour zur Tischtennis-EM 2009 an. Damals haben wir unter dem Motto "11-mal Aufschlag" elf Monate lang an ausgefallenen Orten in der Region auf das Großereignis hingewiesen und mit für die hohen Zuschauerzahlen gesorgt. Auf dem Hohenneuffen haben wir genauso Tischtennis gespielt wie im Ludwigsburger Schloss oder auf dem Stuttgarter Fernsehturm.Auch die Zahl unserer Mitglieder freut mich sehr.
Inwiefern?
1996 hatte die Sportregion 60 Gründungsmitglieder. Diese Zahl hat sich auf mittlerweile 92 erhöht. Das zeigt, dass die Mitglieder mit unserem Angebot zufrieden sind und eine Mitgliedschaft in der Sportregion nach wie vor attraktiv ist.
Woran liegt das Ihrer Meinung nach?
Die Sportregion Stuttgart ist ein Netzwerk - und Netzwerke werden in der Zukunft immer wichtiger.