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Die Konkurrenz rüttelt am Thron

"Strohgäu Extra", vom 03.02.2012 02:46 Uhr
Bogenschießen Bei der Landesmeisterschaft in Ditzingen springtzweimal Gold für Gastgeber heraus. Von Albert Kraushaar

Seht her, wir können es auch", lautet die Botschaft von der Hallenmeisterschaft der Bogenschützen im württembergischen Schützenbund in der Ditzinger Glemsaue. Die Vormachtstellung von Hochburgen wie der SGi Welzheim und der SGi Ditzingen wurde 2012 gebrochen, die Titel sind über das gesamte Verbandsgebiet verstreut.

Für die Top-Ergebnisse mit dem olympischen Recurvebogen sorgten bei den Männern diesmal Christian Weiss (SSV Ehingen/578 Ringe) vor Altmeister Sven Giesa (BS Bietigheim/570) und Volker Kindermann (BC Nürtingen 568). Den fünften Platz erkämpfte sich der Wimsheimer Philipp Kühnle, der sich mit seinen 561 Ringen auf eine Startkarte für die Deutsche Meisterschaft in Solingen (16. bis 18. März) freuen kann. Ob es dem Ditzinger Udo Weyhersmüller auf Rang 15 mit 550 Ringen noch reicht, muss abgewartet werden. Der Deutsche Schützenbund hat seine Limitzahlen noch nicht festgelegt.

In der Frauenklasse verwies Karin Wenig (ZV Sontheim/Brenz) die Favoritinnen Marion Kuruc und Sandra Sachse (beide SGi Welzheim/557 und 554) auf die Plätze, Bettina Hackl vom BC Magstadt wurde mit 541 Ringen Fünfte. In der Schülerklasse A und B klafft in der Region ein riesiges Leistungsloch, einzig Lorenz Lötterle vom BSV Weil der Stadt (507 Ringe, Rang acht) und Saskia Kortenbruck (SGi Ditzingen/468) als Siebte schossen sich bei den B-Schülern in die Top Ten.

Für einen der beiden Landesmeistertitel der Gastgeber sorgte Kevin Vischer. Mit Serien von 282 und 277 war er zweimal Durchgangsbester und gewann somit in der Jugendklasse mit 559 Ringen souverän die Goldmedaille. In der Teamwertung sicherte Vischer mit seinem Ergebnis seinen Kollegen Marius Rotzler (485) und Sebastian Löwel (480) noch eine Silbermedaille. Spannend ging es in der Juniorenklasse zu, in der Severin Ludmann (SGi Ditzingen) nach den ersten 36 Pfeilen auf Rang zwei abschloss, am Ende jedoch mit 559 Ringen die starken Clemens Brosi (TSV Ohrnberg/569) und Marco Santin (SG Gerstetten/567) vorbei lassen musste. Ludmann, Markus Greule (530) und Simon Höntsch (526) hielten sich dafür mit Gold in der Teamwertung schadlos. Die sehr schwach besetzte weibliche Konkurrenz gewann Bärbel Bös von der SGi Welzheim mit 545 Ringe. Unter den Seniorinnen überraschte Jutta Gehm vom BSV Weil der Stadt mit 469 Ringen auf dem Bronzeplatz und verdrängte die Ditzingerin Gisela Tesch (447) auf Rang vier.

Mit dem Compoundbogen ging der Sieg an Tobias Kontschak (Kirchentellinsfurt/577). Timo Wieland vom SV Wimsheim belegte mit 556 Ringen Rang neun, was nicht zur DM-Teilnahme reichen dürfte. Ein Schicksal, das er mit seinem Vereinskollegen Carolin Geiger (510/Rang 8) bei den Junioren und den Altersklasseschützen Gerhard Escher (561/Rang 9), Ottmar Schüller (555/Rang 12) und Gerd Hansen (554/Rang 13) voraussichtlich teilen muss. Das Wimsheimer Altersklassetrio hat zudem auf Rang vier ganz knapp eine Bronzemedaille verpasst.

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