Vor einiger Zeit kam in unserer Zeitung der Spruch: "Schnecka uf d' Schwänz schlage, bis se bellat." Darauf teilte Leserin Rotraut Aeckerle aus Korb mit, dass es bei ihr "auf d'Schwänz schlaga, bis se battrat" geheißen hätte. Sie fragt, woher "battren" stamme.
Das Verb "baddårå" ist eine Entlehnung des französischen "battre" (=schlagen). Nach Fischers Wörterbuch wird "baddårå" in folgenden Situationen verwendet: 1. mit der flachen Hand auf einen prallen Körperteil, bes. das Gesäß schlagen; nur von leichteren Schlägen dieser Art und bes. Kindern gegenüber; auch von liebkosendem Tätscheln. 2. Wenn Hühner mit den Flügeln schlagen. 3. beim Herstellen von Backwerk, vielleicht weil der Teig oder die Eier geschlagen werden.
Wie zu ersehen ist, versteht man unter "baddårå" auf jeden Fall "schlagen".
Insofern ist es wohl nicht folgerichtig, wenn die Schnecken geschlagen werden, bis se baddåråt. Andererseits gibt es den Begriff "Schnäågåbaddårår", was gleichbedeutend mit "Schnäågålår" ist. Doch hier ist zunächst einiges zur Herkunft des Wortes "Schnecke" zu sagen: Das Wort "Schnecke" weist zwei Wurzeln auf, einerseits snecco/sneccho (Althochdeutsch), snecke/snegge (Mittelhochdeutsch) und andererseits snegil (ahd.), snegel (mhd.), was verdeutscht "Schnagel/Schnägel" heißt.
Doch jetzt zurück zum "Schnäågåbaddårår". Damit meint man jemanden, der langsam geht oder jemanden, der herumsitzt und nichts leistet. Wenn ein solcher Müßiggänger mit der Frage konfrontiert wurde "Wa duåsch?", dann bekundete seine Antwort "D'Schnäågå uff d'Schwênz baddårå, bis se bällåt" eine erstaunliche Schlagfertigkeit. Doch seinen Spitznamen hatte er damit weg.
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