Spiel gegen Italien VfB-Profi Großkreutz kritisiert Stimmung

Von David Werner 

Die Stimmung bei Spielen der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird häufig als miserabel wahrgenommen. Auch bei den jüngsten Länderspielen gegen England und Italien hatten viele dieses Gefühl - zum Beispiel VfB-Profi Kevin Großkreutz.

Stuttgart - Auch VfB-Profi Kevin Großkreutz, der aufgrund eines Muskelbündelrisses bis zum Saisonende verletzungsbedingt ausfällt, war einer der rund 12,6 Millionen Zuschauer, die den 4:1-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen das Team aus Italien vor dem Fernsehbildschirm verfolgten. Noch bevor der Sieg amtlich war, zückte der sechsfache Nationalspieler sein Smartphone und gratulierte den Spielern via Instagram: „Glückwunsch an die Mannschaft. Weiter so“, konnten seine Follower dort lesen.

Neben dem Lob für die spielerische Leistung der DFB-Elf äußerte sich Großkreutz auch zur Stimmung auf den Rängen: „Aber eins muss man mal los werden. Lass die „Stimmung“ nie so werden wie heute zb.“

 

Ein von Kevin (@fischkreutz) gepostetes Foto am

 

Dass die Stadionatmosphäre bei Spielen der Nationalelf selbst bei Bestleistungen auf dem Rasen selten den Siedepunkt erreicht, wird immer wieder angemerkt. Manchmal zeigen sich selbst die bundesligagewöhnten Spieler mit dem Adler auf der Brust enttäuscht über die Atmosphäre. „Die Fans haben sich unserem Spiel angepasst - oder anders herum“, sagte Thomas Müller nach der späten Niederlage gegen das englische Team am Wochenende in die Kamera.

Dieses Mal fiel nicht nur Kevin Großkreutz die schlechte Stimmung auf den Tribünen auf. Für seine Stellungnahme erhielt er reichlich Unterstützung aus dem Netz. „Wo ist der 12. Mann denn? Oberpeinlich“, lautete ein Kommentar auf der Facebook-Seite des DFB-Fan-Clubs.

 

Gute Nacht München! #GERITA

Posted by Fan Club Nationalmannschaft on  Dienstag, 29. März 2016

 

Großkreutz, der während seiner Dortmunder Zeit enge Kontakte zur Ultraszene der Borussen unterhielt, stellt in seinem Instagram-Post deren besondere Stellung für den Fußball deshalb auch heraus: „Man kann über jede Ultra-Gruppe sagen was man will, aber ohne die istb heutzutage nichts mehr los. Wenn das Publikum so in der Bundesliga wird, dann gute Nacht und man kann aufhören mit Fußballspielen. Das ist einfach Fakt.“

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