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Deutschland Es gibt wieder mehr Kinder

Markus Brauer, vom 29.12.2010 17:25 Uhr
  Foto: dpa
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Stuttgart - Seit dem Rekordjahr 1964 sind in Deutschland immer weniger Babys auf die Welt gekommen. Nun gibt es erstmals einen unerwartet kräftigen Anstieg der Geburten. Doch von einer Trendwende will noch niemand sprechen.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes sind zwischen Januar und September dieses Jahres etwa 510000 Kinder zur Welt gekommen - rund 18000 (3,6 Prozent) mehr als in den ersten neun Monaten 2009. Bis die Zahlen aus dem letzten Quartal ausgewertet sind, dauert es noch: Die Statistikbehörde wird erst im August 2011 die endgültigen Daten vorlegen.

Das für 2010 ermittelte Plus ist umso erstaunlicher, als die Zahl der potenziellen Mütter sinkt. Jedes Jahr gehören laut der "Süddeutschen Zeitung" etwa 300000 Frauen weniger zur Gruppe der 15- bis 45-Jährigen, die aufgrund ihres Alters Kinder bekommen können. In den vergangenen Jahren hat die Geburtenrate stets zwischen 1,36 und 1,38 Kindern pro Frau gelegen.

Experten warnen allerdings davor, aus den Zahlen eine demografische Trendwende herauszulesen. "Ich würde nicht von einem Umkehrtrend zu einer höheren Geburtenrate sprechen", sagte Iris Hoßmann, Demografie-Expertin vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. 10000 Geburten mehr oder weniger seien ganz normale Schwankungen. "Daraus Schlussfolgerungen zu ziehen und einen Trend herauszulesen, halte ich für verfrüht." In der Familienpolitik der Bundesregierung sieht Hoßmann den richtigen Weg, um den Kinderwunsch von Frauen politisch zu unterstützen. "Es wäre zu wünschen, dass das Elterngeld zu mehr Geburten führt."

Auch in Baden-Württemberg steigt die Zahl der Geburten. Nach vorläufigen Erhebungen des Statistischen Landesamtes wurden von Januar bis August 2010 insgesamt 57802 Kinder lebend geboren (Vergleichszeitraum 2009: 57167).

Das Klinikum Stuttgart verzeichnete von Januar bis zum 29. Dezember 2704 Geburten - 2672 waren es im gesamten Jahr 2009.

 

Kommentare (2)
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JAN
24
21:43 Uhr, geschrieben von Spectre
Quellen
Wie geht die Meldung mit "auch in Baden-Württemberg steigt die zahl der Geburten" mit dem Artikel der Badischen Zeitung zusammen das BW weniger Kinder 2010 hatte als je zuvor? Quote: In Baden-Württemberg gab es dieses Jahr so wenig Geburten wie noch nie. In den neuen Bundesländern dagegen steigt die Geburtenrate. Warum bekommen die Ostdeutschen mehr Kinder? http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/kleiner-babyboom-in-deutschland--39472767.html die Quellen für solche Statistiken sind essenziell.
DEZ
30
17:08 Uhr, geschrieben von Helmut Willenbrock
Es gibt wieder mehr Kinder
Nicht noch mehr Anreize! Alls Frau v.d.Leyen Familienministerin war, wollte sie ermitteln, wie viele Töpfe es gibt, aus denen Anreize für Kinder und Familien gezahlt werden und an denen stets eine Bürokratie hängt: Ergebnis unbekannt. Wichtig ist, dass der Anstoß durch die rot-grüne Regierung Schröder fortgeführt wird: aus Bundesmitteln wurden damals 4 Milliarden Euro verfügbar gemacht, damit die Länder Ganztagsschulen einrichten konnten. Aber RICHTIGE Ganztagsschulen sollten es sein. Und Krippennplätzue und Kitas in Großbetrieben (Beispiel Daimler in Untertürkheim) und in Universitätsstädten. Das alles VERLLÄSSIHLIG. Statt Vorbild in der Republik zu sein, konserviert BWbg ein antiquiertes dreigliedriges Schulsystem und erweitert es zu einem viergliedrigen, würgt die Hauptschulen ab, um sie nicht selbst abschaffen zu müsen. Pilotschulen mit Ganztasbetrieb gibtg es in BWbg. schon sedit Jahrzehnten, nur der Mut zum Modernen fehlt.Mehr Mut wäre der beste Anreiz, um Familien zu gründen.
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