Weitere Bezirke
 
 

Der Rückbau der Poppenweilerstraße ist beschlossene Sache

"Nord-Rundschau", 09.04.2011 02:43 Uhr
Stammheim. Bezirksbeirat spricht sich für die Sperrung der Straße mit Pollern aus. Eine Öffnung ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen.
Stammheim. Bezirksbeirat spricht sich für die Sperrung der Straße mit Pollern aus. Eine Öffnung ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen.

Während der Stadtbahnbauarbeiten diente die Poppenweilerstraße den Autofahrern als Ausweichstrecke auf dem Weg von der Kornwestheimer in die Freihofstraße. Auch der Omnibus nahm diese Route als willkommene Umleitung auf dem Weg ins Wohngebiet Sieben Morgen. Doch des einen Freud, ist des anderen Leid: Viele Anwohner beklagten sich über den Lärm, der durch die ungezählten Fahrten vor ihrer Haustüre entstanden ist.

Umso erfreuter dürften sie zur Kenntnis genommen haben, dass nach dem Abschluss der Arbeiten wieder einer Sperrung der Strecke vorgesehen wurde. Allerdings, so der Wehrmutstropfen für sie, wird dies keine permanente sein. "Eine dauerhafte Sperrung ist vom Bezirksbeirat nicht erwünscht", sagte Tina Hülle in der jüngsten Sitzung des Gremiums dieser Tage. "Wir wollen eine flexible Lösung, sonst könnte die Poppenweilerstraße nicht mehr als Umleitung dienen." Straßenfeste, beispielsweise auf der Kornwestheimer Straße, wären dann nicht mehr möglich."

Bernd Lempp vom Tiefbauamt erklärte den Politikern und Zuhörern, welche Lösung den Fachleuten der Verwaltung vorschwebt. Die Straße werde auf der Höhe des Gebäudes mit der Hausnummer 30 wieder zurückgebaut und auf drei Meter verengt. Der Gehweg werde auf der einen Seite in Längsrichtung um ein paar Zentimeter erhöht, so dass die Radfahrer in diesem Bereich gut durchkommen.

Um dies den Autofahrern unmöglich zu machen, plant die Verwaltung, abschließbare Poller zu installieren. "Es wird kein Dreikantschloss, sondern ein BKS-Schloss mit Schlüssel", erklärte Lempp. Dieser solle beim Bezirksamt deponiert werden. So könne die Straße bei Bedarf wieder geöffnet werden. "Rein rechtlich handelt es sich in diesem Bereich um einen Gehweg, nicht um eine Straße." Das Amt für öffentliche Ordnung lehne es kategorisch ab, in der Poppenweilerstraße "eine dauerhafte Durchfahrt zu ermöglichen". Dies sei auch nicht Sinn der Sache, machten die Bezirksbeiräte deutlich, die sich für eine flexible Sperrung eingesetzt hatten. "Ihr Vorschlag entspricht unseren Vorstellungen", sagte CDU-Sprecher Stefan Kulle. "Die Poller-Lösung ist gut. Ich denke, den Schlüssel beim Rathaus zu deponieren, ist sinnvoll. Einen sollte auch die Polizei bekommen." Auch SPD-Bezirksbeirat Eberhard Kries zeigt sich mit dem Vorschlag der Verwaltung einverstanden: "Das erfüllt unsere Vorstellungen, es gibt künftig keine Durchgängigkeit, außer für Radfahrer und Passanten. Wir sollten die Straße auf keinen Fall für jedes Feld-Wald-und-Wiesenfest öffnen, sondern nur in Ausnahmefällen", betontet er.

"Wir als Verwaltung sehen überhaupt keinen Anlass, die Straße wieder zu öffnen", stellte Lempp die Sicht der Verkehrsbehörden klar. Wenn es darum gehe, dass die Straße für einen Anlass vorübergehend geöffnet werden solle, beispielsweise wegen eines Festes, dann müsse sich der Verantwortliche für das Fest an das Amt für öffentliche Ordnung wenden und dies dort beantragen.

"Wir wollen uns die Möglichkeit einer Umleitung für Notfälle bewahren", sagte Bezirksbeirat Stefan Kulle. Im Anschluss stimmten alle am Ratstisch für den von Lempp vorgeschlagenen Rückbau. cl

 
 
Kommentare (0)
  1. (Logout)
  2. Die Redaktion veröffentlicht ausgewählte Kommentare auch in der gedruckten Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten. Voraussetzung ist, dass der Beitrag mit Namen, Postanschrift und E-Mail (Adressen werden nicht veröffentlicht) vorliegt.
Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich.

Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.

Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.