Die Vorzeichen könnten besser gar nicht sein. "Das Wetter scheint gut zu werden, und die Nachmeldezahlen lassen auf einen tollen Wettbewerb hoffen", sagt Chef-Organisator Werner Neumann kurz vor dem achten Bottwartal-Marathon, der am Samstag und Sonntag über die Bühne geht, zufrieden. Rund 50 Läufer kamen nach Ende der Voranmeldefrist noch dazu, am Veranstaltungstag rechnet Neumann mit weiteren Nachzüglern. "Es fragen immer wieder Leute an, ob noch Plätze frei sind", berichtet er und sagt: "Aber das Wetter wird für Läufer auch ideal. Das spornt noch einmal an."
Besonders erfreulich sind inzwischen die Zahlen des Run & Fun Days - rund 970 Kinder sind angemeldet. 600 von ihnen machen sich auf die 1,5 Kilometer-Strecke, 200 laufen den Zehntel-Marathon über 4,2 Kilometer, und immerhin noch 170 kleine Sportler sind beim Bambini-Lauf dabei. Los geht der Run & Fun Day am Samstag um 15 Uhr. Nach und nach werden die Nachwuchs-Läufer dann in Blöcken auf die Strecke geschickt. Die Siegerehrungen finden im Anschluss ab 17 Uhr statt.
Am Sonntag startet der Marathon-Tag um 9.30 Uhr mit dem Zehn-Kilometer-Lauf, ehe um 10.30 Uhr die ersten Marathonis auf die Strecke gehen. Als Favoriten gelten hier - wie auch schon im Vorjahr - die Kenianer, wobei Werner Neumann gerade auf der Marathon-Distanz einen Zweikampf zwischen dem Kenianer Amos Rotich und dem deutschen Spitzen-Läufer Marco Diehl erwartet. "Amos Rotich ist kein Taktiker, Marco Diehl aber umso mehr. Ich glaube nicht, dass er abgeschlagen hinterher läuft", sagt der Kenner. Auf den Halbmarathon-Distanzen sowie beim Marathon der Frauen dürften im Normalfall aber die Kenianer, die beim Projekt "Running for a better future" mitmachen, die Nase vorne haben.
Für Neumann ist es übrigens der letzte Bottwartal-Marathon als Organisations-Chef. Der Initiator hört nach der achten Auflage auf. Schluss ist dann auch für Großbottwar als Marathon-Heimatort. Im kommenden Jahr startet der Tross in Steinheim. Doch bevor es so weit ist, soll jetzt noch einmal in Großbottwar alles gegeben werden - auf und neben der Strecke.
Damit das auch wirklich der Fall ist, hat die Marbacher Zeitung auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Distelhäuser den Stimmungs-Wettbewerb zwischen den Gemeinden ausgerufen. Die stimmungsvollste Gemeinde wird hierbei gesucht. Mitmachen können alle Läufer. Sie müssen nur nach dem Marathon oder Halbmarathon ihre Stimme bei einem Mitarbeiter der Marbacher Zeitung abgeben. Die Gemeinde, die die meisten Stimmen erhält, gewinnt. Im vergangenen Jahr war das Gronau. Wer gewinnt dieses Mal?