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Das Projekt in Bildern Wissenswertes zu Stuttgart 21

StN, vom 28.01.2010 12:00 Uhr
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Klicken Sie sich durch die Fakten zum Milliardenprojekt. Foto:  Aldinger & Wolf
Klicken Sie sich durch die Fakten zum Milliardenprojekt. Foto: Aldinger & Wolf

Stuttgart - Der Streit um Stuttgart 21 wird immer emotionaler. Für alle, die wissen wollen, um was der ganze Konflikt überhaupt geht, haben wir Fakten über das Milliardenprojekt zusammengetragen. In unserer Bildergalerie erfahren Sie Wissenswertes über das Bahnprojekt.

 

Kommentare (101)
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SEP
20
09:09 Uhr, geschrieben von tatsachen
Anmerkungen zu den Bildtexten.
Bei Bild 2 und 3 sind Deckenhöhe und Bahnsteigbreite sehr überzogen dargestellt. Soviel Platz wird in der Realität nicht sein. "Wenn S21 wie geplant Ende 2019 in Betrieb geht..." Noch 7 Jahre Zeit für alle Arbeiten und die ICE Strecke liegt planerisch weit zurück. Durch den neuen Hauptbahnhof werden nicht 100 Hektar Fläche frei. Teilgebiet A1 ist 16 Hektar groß und wird seit Frühjahr 2002 bebaut. Also sind es höchsten 84 Hektar. Bitte genauer recherchieren.
SEP
18
20:53 Uhr, geschrieben von Polos
Menschengerecht?
Wo blieb beim Stresstest der Reisende? Was wurde denn getestet? Die Anzahl der Züge, die den Stuttgart - Tiefenbahnhof passieren sollen, und zwar dichtgedrängt: Minuten und Gleise spielen die Hauptrolle. Inwieweit aber sind die Reisenden berücksichtigt worden, die Menschen, die Massen, die auf diesen vier Bahnsteigen auftreten werden? Denn die meisten steigen in Stuttgart ein, aus oder um! Stuttgart Hbf. ist nun mal wichtigster Verkehrsknoten für den öffentlichen Regionalverkehr und das für eine Region von ca. 3,5 Millionen Menschen! Die Belastung der Bahnsteige und damit der Reisenden wird deutlich, wenn man bedenkt, dass aus jedem Zug Hunderte aussteigen und dass ebensoviele einsteigen wollen, und das auf beiden Seiten und in wenigen Minuten, weil wiederum in wenigen Minuten die nächsten Züge folgen… in dieser mit Sicherheit ja düsteren Gruft. Schon für einen rüstigen Menschen ist das ein Greuel! Was aber ist mit den vielen – und immer zahlreicher werdenden – Alten, den Gehbehinderten, den Rollstuhlfahrern – aber auch den Eltern mit Kinderwagen - in dieser bedrängenden Enge?! Wie – im Ernstfall – Rettungskräfte dort schnell tätig werden sollen, ist eine sehr wichtige Frage der Verantwortung! Solche Zustände für gut und erstebenswert, ja für besser zu halten als es der bestehende Kopfbahnhof – einer der bestfunktionierenden Großbahnhöfe Europas! - bietet, ist unfassbar! Selbst wenn es nichts kosten würde, wäre es abwegig! Aber für eine derartige Verschlechterung horrende Summen auszugeben, fordert Widerspruch geradezu heraus! Will man Zeitersparnis auf der Strecke, dann soll man die Alb-Strecke ausbauen, aber den Kopfbahnhof bestehen lassen – und natürlich ausbauen und mit einem hellen Glasdach freundlich gestalten. Im engen Gruftbahnhof wird es auch kaum gelingen, die fahrplanmäßigen Anschlüsse zu bekommen. Auf den Punkt gebracht: der einzige Vorteil von S 21 kommt allein den wenigen zugute, die von Ulm aus zum Stuttgarter Flughafen fahren … und dies zum Nachteil der Massen von Bahnkunden im Großraum Stuttgart. Es geht uns hier keineswegs um Nostalgie, sondern um die Benutzerfreundlichkeit des Stuttgarter Hauptbahnhofs: Optimale Umstiegs-Möglichkeiten, optimale Anschluss-Möglichkeiten, Barrierefreiheit (!), optimale Regionalverbindungen! All das ist mit dem Kopfbahnhof möglich! Im Namen derer die die Bahn brauchen und benutzen wollen:
AUG
16
23:37 Uhr, geschrieben von M. Ostermann
Die reine Wahrheit hingegen
"DieWahrheit" schrieb "Zur Finanzierung: - http://www.youtube.com/user/WerZahltS21" Hauptsache, optisch gut gemacht... müssen Sich die Macher dieses Filmchens gemacht haben, dass immer noch so fleißig verlinkt wird. Denn sachlich ist so manches offensichtlich falsch, wie diese Punkte: ___________________________________________________________________________ 1. Die Immobilien als Kosten für die Stadt Stuttgart für das Bahnprojekt Stuttgart 21. Das ist falsch. Die Stadt Stuttgart hat Grundstücke erworben, die einen erheblichen Gegenwert haben. Welche, würde man etwa 2020 ermitteln können, wenn die Stadt die Grundstücke vermarkten könnte, wenn Sie wollte. Inwiefern die gezahlten Preise inklusive der Erlassenen Zinsen dem Wert entsprechen, bleibt also abzuwarten. Sie in voller Höhe als Beitrag der Stadt an das Bahnprojekt zu werten, ist hingegen Unfug. Auch können die Zinsen von 2009-2020 wohl nicht so einfach mit den Projektkosten von 4.088 Mrd Euro verrechnet werden, weil diese dem Preisstand von 2009 entsprechen. Die Zinsen bis 2009 waren aber nur 245 Millionnen Euro, nicht 810 Millionen. ___________________________________________________________________________ 2. Die Verschiebungen von Grundstücken zwischen Bahn und Eisenbahnsondervermögen sind unter dem Strich belanglos, weil beides auf den Bund entfällt. Die Phrase "am Steuerzahler vorbeigeschoben" ist also nichts als Stimmungsmache! ___________________________________________________________________________ 3. Die 112 Mill. Euro des Flughafen waren offensichtlich in der der Finanzierungsvereinbarung bereits enthalten, siehe http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/4000/14_4382_d.pdf Das Sie dort etwas anders genannt werden, ändert nichts an der Tatsache. Der Spruch "Ohne Gegenleistung" ist völliger Quatsch, schließlich erhält der Flughafen als Gegenleistung einen Bahnanschluss. ___________________________________________________________________________ 4. Es wird nicht belegt, dass für die 300 Mill. Euro bestellten Mehrverkehrs von 2001-2010 keine Gegenleistung erfolgte. Dies soll anscheinend durch die Wortwahl ("Mehrverkehr im Rahmen von Stuttgart 21") belegt werden, aber das ist doch etwas dünn. ___________________________________________________________________________ 5. Es wird nicht erwähnt, dass die Bahn die Plannungkosten die bis zum Abschluss der Finanzierungsvereinbarung anfielen selbst trägt. Aber der Film wurde halt gemacht, um zu zeigen das Bahn/Bund angeblich keine Kosten tragen... __________________________________________________________________________ 6. Notwendige Kosten bei der U-Bahn, und anderen Kosten der Stadt Stuttgart: Also nach Presseberichten ging z.B. die Kreuzungsvereinbahrung mit der SSB vollständig zu Lasten des S21 Projekts. Und das die Leute dort irgendetwas "vorsichtig geschätzt" hätten, entbehrt offensichtlich jeder Grundlage. ___________________________________________________________________________ 7. Die 1,5 Mrd Euro gesparter Kosten für den K20-Erhalt: Tatsächlich hat die Bahn die für die Sanierung anstehenden Kosten bis 2020 mit nur ca. 350 Mrd Euro beziffert. Der Rest entfiele erst verteilt bis 2050. Nimmt man an diese würden im Mittel bis 2035 fällig, und verzinst man diese wie oben die Grundstücke der Stadt, dann ergibt sich ein Verlust in mehrstelliger Milliardenhöhe für die Deutsche Bahn dadruch, dass sie diese Gelder nun schon im Mittel bis 2015 in den Bau von S21 inverstiert. Insgesamt verschiebt sich dadurch die Finanzlast um ca. 3 Mrd Euro in Richtung Bahn/Bund. ___________________________________________________________________________ 8. Das A1 Gelände wird unabhängig von der S21 Realisierung frei, ist also ist in dieser Rechnung fälschlich aufgeführt. ___________________________________________________________________________ 9. Aufteilung zusätzlicher Kosten. Anders als behauptet, endet die Vereinbarung nicht bei den 4,088 Mrd. Euro, sondern bis zu 4,5 Mrd Euro (inkl. des Risiko-Puffers). Dementsprechend würden sich auch die Bund und Bahn noch in jedem Fall an Zusatzkosten beteiligen müssen, soweit ich das lese in der Höhe von 278 Mill Euro. Das sind offenbar die 278 Mill. Euro, über der Film auch berichtet, aber er tut so, als würden die erst im Rahmen der stattzufinden Gesprächen eine Rolle spielen. Tatsächlich ist in der Finanzierungsvereinbarung festgelegt, dass die Kosten zwischen 4,088 Mrd und 4,266 Mrd Euro von Bahn und Bund getragen werden. Dass sich die Bahn dann nicht weiter beteiligt, ist Spekulation. Die Land und Stadt teilen sich ggf. die nächsten 160 Mill, und erst wenn es noch teurer wird haben laut Finanzierungsvereinbarung §8 Abs (4) dann Bahn und Land Gespräche aufzunehmen, nicht die Stadt! ________________________________________________________________________ Gerade der letzte Punkt führt dazu, dass sehr klar wird dass der Film bei den Fakten schlampt, und dass die Belastungen für die Bürger Stuttgarts auch im schlimmstnen Fall mit den genannten Zahlen nichts zu tun haben werden!
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