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Daimler Car2go wird in Stuttgart ausgeweitet

Von Carolin Stihler 

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Die Stuttgarter nutzen die Miet-Smarts von Car2go gerne und viel. Daher erweitert Daimler das Gebiet und stockt die Flotten auf - die E-Smarts können jetzt auch am Flughafen abgestellt werden.

Stuttgart - Die weiß-blauen Elektro-Smarts findet der Kunde jederzeit ganz in der Nähe, kann sie benutzen und nach kurzer Zeit überall im Stadtgebiet wieder abstellen. Vereinfacht gesagt funktioniert so das Prinzip Car2go der Daimler AG – ein Konzept, das voll aufzugehen scheint. „In Stuttgart läuft es fantastisch“, sagt Andreas Leo, Sprecher des Car2go-Projekts.

Seit der Einführung Ende November 2012 ist die Zahl der Kunden kontinuierlich gestiegen – auf aktuell 20 000, wie der Sprecher den Stuttgarter Nachrichten mitteilte. Anfang des Jahres waren es noch 8500 Kunden. In Hamburg und Berlin hat Car2go jeweils 50 000 Kunden, die Zahl der Einwohner und der verfügbaren Autos ist dort aber auch deutlich höher. Nur in Stuttgart, Amsterdam und San Diego bestehen die Flotten ausschließlich aus Elektro-Fahrzeugen.

Dennoch lässt sich mit dem Projekt in Stuttgart noch kein Geld verdienen. Dazu sind die Leih-Autos nicht lange genug auf dem Markt. In drei der mittlerweile 22 Standorte ist Car2go aber bereits rentabel.

Car2go hat sein Gebiet um den Flughafen erweitert

Das Gebiet, in dem die Kunden die Smarts abstellen können, hat Daimler inzwischen um den Flughafen erweitert. Dort gibt es nun auch zwei Parkplätze und drei Ladesäulen an der Stuttgarter Messe. Noch in diesem Jahr sollen die Elektro-Smarts auch in der Region fahren. In Sindelfingen, Böblingen und Esslingen hat der Gemeinderat die Erweiterung bereits beschlossen. Lediglich die genaue Abgrenzung der Geschäftsgebiete und der Starttermin stehen noch nicht fest. Zwar kann der Fahrer auch jetzt schon seinen gemieteten Smart in der Region nutzen, abstellen durfte er es bisher aber nur im Stuttgarter Stadtgebiet. Im Zuge der Erweiterung wurde die Flotte von 400 auf 450 Fahrzeuge erweitert, bis zum Ende des Jahres sollen noch einmal 50 dazu kommen.

Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten: Seit April sind die Preise gestiegen. Zwar kosten die Leih-Smarts nach wie vor 29 Cent pro Minute, doch die Tagespauschale ist von 39 auf 59 Euro und die Stundenpauschale von 12,90 auf 14,90 Euro gestiegen. Auch wenn man das Leih-Auto zwischendurch parkt, kostet das statt neun Cent inzwischen 19 Cent pro Minute. Dafür sind 50 Kilometer inklusive statt den bisherigen 20 Kilometern. „Car2go soll vor allem für Kurzzeitmieter attraktiv sein“, sagt Andreas Leo. Seit der Erhöhung der Gebühren für Zwischenstopps würden die Kunden ihre Mietzeit eher beenden und sich bei Bedarf ein neues Leih-Auto suchen. Damit habe sich laut Leo die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöht. Im Durchschnitt mieten die Kunden einen Elektro-Smart für 20 bis 60 Minuten am Tag. Denn das Prinzip Car2go sieht vor, dass die Autos ständig unterwegs sind und von möglichst vielen verschiedenen Kunden genutzt werden.

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