Sarg oder Kokon sind noch die nettesten Namen für Schlafsäcke. Hat man sich erst einmal hineingequält, möchte man die wärmende Hülle vor allem in kalten Nächten nicht so schnell wieder verlassen. Dumm nur, wenn man jetzt Durst bekommt. Mit dem "Musuc Bag" (etwa 100 Euro, www.musucbag.com) wird der Schlafsack nun endlich mobil. Er ist wie ein Overall, in den jeder Arm und jedes Bein extra hineinschlüpfen kann.
Dank Reißverschlüssen an den Arm-Enden können die Hände einfach nach einem Glas Wasser oder Buch greifen, ohne den warmen Schlafsack verlassen zu müssen. Das Gehen ist da schon schwieriger. Der "Musuc Bag" sollte so groß gewählt werden, dass der Schlafende nicht eingeengt ist. Möchte man allerdings aufstehen und herumlaufen, muss man den Schlafsack wie ein Kleid raffen, weil der überschüssige Stoff sonst herunterhängt. Für lange Wanderungen durch den Wald eignen sich die Sohlen am Fußende aber ohnehin nicht - wohl aber, um die nächste Toilette im Warmen zu erreichen. Wird der Schlafsack dabei schmutzig, kann man ihn waschen - von Hand.
Ein großes Manko aber teilt "Musuc Bag" mit allen anderen Schlafsäcken: Einmal ausgepackt, passt er einfach nicht mehr so recht in die Aufbewahrungshülle.
3 Sterne (gut)