Crashtest Geschüttelt, nicht gerührt

Von Regine Warth 

Für diesen Kuchen braucht es statt einem Mixer  nur  zwei starke Arme Foto:  
Für diesen Kuchen braucht es statt einem Mixer nur zwei starke ArmeFoto:  

Für diesen Kuchen mit Shake and Bake braucht es statt einem Mixer nur zwei starke Arme . Wir haben es für Sie getestet.

Stuttgart - Kuchen backen nach dem Prinzip eines Kinderliedes? Geht. Zumindest wer einen Kuchen mit Shake and Bake (Kaiser, etwa 32 Euro) backen möchte, braucht laut Packungsbeilage tatsächlich nur sieben Sachen: Eier und Salz, Zucker und Sahne, Mehl und Backpulver und ein Paar kräftige Arme. Von einem Rührgerät ist in dem Kinderlied keine Rede – und auch nicht in dem mitgelieferten Rezeptvorschlag. Dort steht: Der Teig wird geschüttelt und nicht gerührt. Die Zutaten werden einfach nacheinander in die mitgelieferte Backform geschüttet, die Backform wird mit dem dazu passenden Deckel verschlossen und alles 30 Sekunden lang kräftig hin und her geschüttelt. Und dann? Schieb, schieb in den Ofen hinein.

Selbst nicht sehr erfahrene Bäcker macht so eine Anleitung skeptisch. Und die Skepsis wächst, wenn sich nach 30 ­Sekunden Schütteln die Zutaten zu einer halbflüssigen Masse vermischt haben, aber in dieser noch deutlich Mehlklümpchen zu entdecken sind. Vielleicht doch nochmals 30 Sekunden mehr schütteln? Die Klümpchen sind danach immer noch nicht verschwunden. Dafür sind die Arme lahm. Also ab in den Ofen mit der Form. Nach einer knappen Stunde ist das Ergebnis ganz ansehnlich. Selbst die Mehlklümpchen sind nicht mehr sichtbar. Nur über den Geschmack lässt sich offenbar streiten: Denn so richtig zufriedenstellend ist der Kuchen nicht. Er ist zwar saftig, aber dafür auch ziemlich fest. Es fehlt eben das, was einen Rührkuchen ­ausmacht: das Rühren.

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