Crashtest Clever dank Smartphone

Regine Warth, 26.02.2013 11:22 Uhr
Wie oft am Tag schaut ein Handynutzer wohl auf sein Smartphone? 10-, 20- oder 50-mal? Keine Ahnung, werden wohl die meisten auf diese Frage antworten.

Stuttgart - Wie oft am Tag schaut ein Handynutzer wohl auf sein Smartphone? 10-, 20- oder 50-mal? Keine Ahnung, werden wohl die meisten auf diese Frage antworten. Zu unbewusst geschieht der Vorgang: Handy raus, Display entsperren und Nachrichten checken. Das kann einem mit der kostenlosen App „Unlock your brain“ (www.unlockyourbrain.com) nicht mehr passieren. Denn die App zwingt den Nutzer dazu, erst eine Rechenaufgabe zu lösen, bevor das Display entsperrt wird. Jeder Handy­check wird so zur logischen Herausforderung: 21 + 24 = 25, 31, 33, 41 oder 45? Wer richtig tippt, hat freien Zugang. Ist das Ergebnis falsch, gibt es weitere Versuche.

Ob die Macher der App aber ihrem Ziel, der Denkfaulheit der Gesellschaft entgegenzusteuern, so näherkommen, kann bezweifelt werden: Denn laut einer britischen Studie wird das Mobiltelefon im Schnitt 34-mal am Tag aus der Tasche gezogen. Das bedeutet: 34 Kopfrechenaufgaben müssen mindestens gelöst werden. So viel Knobelei geht auch Wissbegierigen bald auf den Geist. Allerdings hat die App durchaus einen positiven Nebeneffekt für die Verkehrssicherheit: Handynutzer, die auch während Autofahrten ihre Mails checken, überlegen sich nun zweimal, ob sie einen Blick aufs Handy riskieren.

3 Sterne (gut)

 
 
Kommentare (1)
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Simon Smend Ist schon länger als 1 Jahr her
Vielen Dank für den Artikel über unsere App. Die Zahl der knapp 31 Entsperrungen pro Tag können wir auch von unseren Nutzern her bestätigen, wobei das pro Land sehr unterschiedlich ist. Zur der Schwierigkeit: Durch die Optimierung des Schwierigkeitsgrades in der App wird der Nutzer immer auf einem Level gehalten, dass es nicht zu schwer ist und stört und nicht zu leicht ist, so wird der Trainingseffekt maximiert. Nach wenigen Tagen fügt sich UnlockYourBrain sehr natürlich in der Alltag ein. Und beim Autofahren oder in Notfällen kann man die Aufgabe auch überspringen.
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