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Cranko-Schule Und am Ende doch wieder nichts?

Nikolai B. Forstbauer, vom 15.12.2011 12:50 Uhr
Entwurf für die neue Cranko-Schule Foto: dapd
Entwurf für die neue Cranko-Schule Foto: dapd

Stuttgart - Für Stuttgarts Ballettintendant Reid Anderson hat das Vorhaben seit Jahren „oberste Priorität“ – und kurzzeitig hatte er in der Spielzeit 2009/2010 gar alles auf eine Karte gesetzt, um ein Ja zum „längst überfälligen Neubau der John-Cranko-Schule“ zu ­erreichen. Ohne grünes Licht von Stadt und Land für den Neubau der von John Cranko 1971 gegründeten, für das Stuttgarter Ballett so wichtigen und international bestens ­positionierten Schule, so Anderson damals, sehe er keine Perspektive, bis 2011 – im ­Februar konnte das 50-jährige Bestehen des Stuttgarter Balletts gefeiert werden – weiterzumachen.

Auch ein weiteres Glücksdatum musste Anderson indes verstreichen lassen , ohne das Projekt Neubau Cranko-Schule abschließend finanziell gesichert zu wissen. Immerhin aber gab es bei der Gala zum 40-jährigen ­Bestehen der Cranko-Schule im Opernhaus einen Lichtblick besonderer Art. Eine ­Million Euro an Spendengeldern konnte der Förderverein des Stuttgarter Staatstheaters für das Vorhaben verbuchen– mit der Option, diesen Betrag sogar noch aufzustocken.

Baukosten auf 16 Millionen Euro begrenzt

Eben dies könnte schneller notwendig werden als gedacht. Am Mittwoch hat der Verwaltungsrat des Stuttgarter Gemeinderats den Baukostenanteil der Landeshauptstadt von 50 Prozent auf 16 Millionen Euro begrenzt. Damit fehlt auf städtischer Seite bereits vorab eine Million Euro, wenn das Bau- und Raumprogramm gehalten werden soll. Und da das Land seinerseits kaum in noch weitere Vorlage gehen wird – der Bau soll 2013 mit Landesmitteln begonnen ­werden, bevor die Gelder der Stadt 2014 ­folgen –, ist man schnell bei einer Deckungs­lücke von zwei bis drei Millionen Euro und noch schneller bei der Diskussion darüber, wie notwendig dieser oder jener Raum denn nun ist.

Wie berichtet, soll der Neubau der John- Cranko-Schule des Stuttgarter Balletts nach Plänen des Büros Burger Rudacs gebaut werden. Die Münchner hatten sich in einem Architektenwettbewerb mit 24 Vorschlägen für das Projekt durchgesetzt. Stefan Burger und Birgit Rudacs überbrücken die knapp 20 Höhenmeter auf einem Grundstück in Staatstheater-Nähe zwischen Urbanplatz und der darüber liegenden Werastraße mit einem mehrfach gestaffelten Gebäude­komplex. Im unteren Gebäudeteil sehen die Architekten einen großen Probensaal vor, in den mittleren Bauteilen bringen sie acht Tanzsäle samt Umkleidebereich unter. Ein dominanter Baukörper an der Werastraße soll das schuleigene Internat für bis zu 75 ­Ballettschüler beherbergen. Und was sagt Reid Anderson? „Ich bin total begeistert, das ist dramatisch, von heute und passt zu ­Stuttgart“

Kommentare (4)
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DEZ
16
00:52 Uhr, geschrieben von Nachbar Eisenbeiß
Die normative Kraft des Faktischen
Ich halte den Neubau der Ballett-Schule für ein wesentlich sinnvolleres "Nice to Have" als diesen katastrophalen Unsinn am Bahnhof. Der Entwurf gefällt! Aber die für S21verbratenen 1,7 Mrd. sind nun mal kein Pappenstiel. Die Stadt schafft es nun kaum mehr ihre Neuverschuldung in einem vom Regierungspräsidium noch genehmigungsfähigen Umfang zu halten. Mit anderen Worten: Wir sind pleite! Dieser Realität muss man sich stellen, man kann das Geld nun mal nur einmal ausgeben!
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DEZ
15
18:56 Uhr, geschrieben von Noch Einer
@ 16:51 Uhr, geschrieben von auch ein Stuttgarter Mal wieder
Noch so ein geistreicher Beitrag eines Pro S 21 Schuldenmachers. Bravo ihr werdet es schaffen, Stuttgart wird das Armenhaus von Deutschland.
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DEZ
15
16:51 Uhr, geschrieben von auch ein Stuttgarter
Mal wieder
Mal wieder ein sehr geistreicher Beitrag eines S21-Gegners... Vielleicht sollte man künftig einfach die Kommentarfunktion sperren! Der Entwurf für die Cranko-Schule hat durchaus Charme, gefällt mir.
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