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Chelsea heiratet Die Geheimakte Clinton

ddp, vom 27.07.2010 15:26 Uhr
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Chelsea Clinton heiratet - für unsere Bildergalerie haben wir alte Bilder aus Backfischzeiten ausgegraben. Foto: AP
Chelsea Clinton heiratet - für unsere Bildergalerie haben wir alte Bilder aus Backfischzeiten ausgegraben. Foto: AP

Washington - Bekannt ist nur das Wann. Am 31. Juli soll Chelsea, die einzige Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, vor den Altar treten und ihrem langjährigen Freund Marc Mezvinsky das Jawort geben. Wo die Hochzeit stattfinden soll, darüber wird seit Wochen in den US-Medien kräftig spekuliert - am häufigsten genannt wird die kleine Stadt Rhinebeck im US-Bundesstaat New York.

Als genauer Ort der Trauung gilt ein Anwesen, das einst für den Millionär John Jacob Astor IV. errichtet wurde, der beim Untergang der Titanic 1912 umgekommen war. Rhinebeck liegt in der Nähe des Wohnsitzes der Brauteltern in Chappaqua und rund 150 Kilometer nördlich von New York City.

Eine Bestätigung für den Ort der Vermählung der 30-Jährigen mit dem zwei Jahre älteren Investmentbanker steht noch aus. Selbst die laut Medienberichten mehreren hundert Gäste sollen erst wenige Tage vor dem Ereignis erfahren, wo es stattfindet. Spekulationen zufolge sollen der Trauung unter anderem US-Präsident Barack Obama, Sängerin Barbra Streisand und Regisseur Steven Spielberg beiwohnen.

US-Medien wie die "New York Times" vergleichen die Geheimniskrämerei um den Hochzeitsort schon scherzhaft mit der Geheimhaltung der Afghanistan-Strategie der Vereinigten Staaten. Erst vor wenigen Tagen versuchte wieder einmal ein Reporterin Chelseas Mutter, US-Außenministerin Hillary Clinton, Details zu der Hochzeit zu entlocken. "Meine Lippen sind versiegelt", sagte die 62-Jährige bei dem NBC-Interview in Pakistan, wo Hillary Clinton gerade auf Dienstreise war. Aber sie sei schon "sehr aufgeregt" und werde mit jedem Tag, den die Hochzeit näher rücke, noch aufgeregter.

Auch bei der Frage, ob jeder Amerikaner auf eine Einladung hoffen könne oder nur enge Freunden nebst A-, B- oder C-Prominenz zu erwarten seien, biss die Reporterin auf Granit: "Naja, wir lieben euch alle, aber das ist ihre Hochzeit." Beim Thema interreligiöse Hochzeit - Chelsea ist Methodistin, Marc Jude - nutzte Hillary zumindest die Chance auf ein politisches Statement: Wie wunderbar sei es doch, dass in den USA mittlerweile so viele Hürden, die Menschen früher überwinden mussten, wenn sie heiraten wollten, abgebaut seien, sagte sie.

Auch Chelseas Vater Bill wird es nicht viel anders gehen. Mitte Juli sicherte er aber auf einer Veranstaltung in Südafrika zu, er werde "versuchen, nicht zu weinen". Zu allem Überfluss hatte seine Tochter ihm auch noch aufgetragen, bis zu dem Ereignis noch 15 Pfund abzunehmen. Zumindest erzählte der 63-Jährige das im Mai dem US-Magazin "People". Seine Tochter finde nämlich, er müsse abnehmen, damit er ein akzeptables Bild abgebe, wenn er sie zum Traualtar geleite.

Wirklich unüblich ist es ja nicht, dass Prominente Ort und oft auch Zeitpunkt ihrer Hochzeit geheim halten. Und Chelsea Clinton gilt - auch wenn sie 2008 die Bewerbung ihrer Mutter um die Präsidentschaft öffentlich unterstützte - als medienscheu.

Die junge Frau hat nach dem Auszug aus dem Weißen Haus bei einem Hedge-Fonds gearbeitet und öffentliche Gesundheitspflege an der Elite-Universität Columbia studiert. Ihren Verlobten, ebenfalls Spross einer demokratischen Politikerfamilie, kennt sie noch aus Teenagerzeiten. Die Verlobung war im vergangenen November publik geworden.

Besonders zugesetzt hatten Clinton die Erfahrungen, als 1998 die Affäre ihres Vaters mit Monica Lewinsky herauskam. Sie wurde damals ebenfalls Ziel des Spotts, auch wenn die meisten Medien sich zurückhielten. So sagte denn auch kürzlich ein nicht namentlich genannter Freund der Familie der "New York Times", Chelsea wolle nicht, dass irgendwelche Dinge aus ihrer Vergangenheit an diesem Tag eine Rolle spielen, sie wolle "einfach nur heiraten".

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