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CDU Botnang und Feuerbach Neujahrsempfang ganz ohne Brezeln

Torsten Ströbele, 27.01.2013 21:07 Uhr

Stuttgart-Botnang/Feuerbach - Die Kräfte bündeln und noch enger zusammenrücken: Das haben sich die CDU-Ortsverbände Botnang und Feuerbach schon vor mehr als einem Jahr vorgenommen und mit dem ersten gemeinsamen Neujahrsempfang 2012 im Kultur- und Bürgerhaus in Feuerbach auch in die Tat umgesetzt. Schon damals war den beiden Vorsitzenden Juergen R. Spingler (Botnang) und Markus Bott (Feuerbach) klar, dass die neue Kooperation auf jeden Fall fortgesetzt wird. Und dabei griffen sie nun auch zu Beginn des neuen Jahres auf Altbewährtes zurück.

Am vergangenen Donnerstag fand der zweite gemeinsame Neujahrsempfang statt; dieses Mal in der Liederkranzhalle in Botnang. „Die Lokalität ist super und eine Sperrstunde gibt es auch nicht“, sagte Markus Bott. „Allerdings hatten wir uns die Anreise etwas einfacher vorgestellt“, ergänzte Bott mit Blick auf die schlechte Parkplatzsituation vor Ort. Aber selbst diejenigen, die direkt vor der Halle parken konnten, hatten damit noch nicht unbedingt das große Los gezogen. Der ehemalige Staatsminister Christoph Palmer (CDU) blieb beispielsweise am Ende der steilen Auffahrt zur Liederkranzhalle mit seinem Auto auf einer Eisplatte stehen und kam nicht mehr vom Fleck, bis ihm ein paar Parteikollegen zur Seite sprangen und das Fahrzeug anschoben.

Versuchen, wettbewerbsfähig zu bleiben

Dank der schnellen Hilfe schaffte es Palmer aber noch rechtzeitig in die Halle, ehe Manfred Bischoff seine Festrede hielt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Daimler AG ist ein alter Schulfreund von Spingler und referierte am Donnerstag über „Was bedeutet die Globalisierung für uns“. Das Thema könne aber ziemlich trocken sein, meinte Bischoff gleich zu Beginn seines Vortrags.

Die rund 250 Gäste bekamen dann auch gleich einige Zahlenspiele präsentiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Daimler AG zeigte auf, wie sich der Aktienhandel, die Transportkosten oder auch die Kosten für ein Handygespräch in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Durch die Globalisierung habe sich aber auch der Wettkampf der Mitarbeiter in den verschiedenen Ländern verschärft. „Ein Chinese verdient ein Zehntel von dem, was ein Deutscher an Lohn bekommt.“ Vor allem hätten aber die Konsumenten in den Industrieländern von der Globalisierung profitiert. „Man bekommt einen Pullover aus China für 10 Euro“, sagte Bischoff. „Meistens wird der dann aber von den Menschen getragen, die gegen die Globalisierung demonstrieren.“

In Deutschland müsse man vor allem versuchen, wettbewerbsfähig zu bleiben. „Zudem müssen wir mehr in Kitas, Schulen und Universitäten investieren; mehr für die Forschung und Entwicklung tun“, so Manfred Bischoff. Nach seinem Vortrag blieb den Gästen noch genügend Zeit, um bei Fleischkäse, Kartoffelsalat, Wein, Bier und Sprudel über die Thesen von Manfred Bischoff zu diskutieren. Auf Brezeln wurde extra verzichtet, von denen hätte es im OB-Wahlkampf genug gegeben, sagte Juergen R. Spingler und schmunzelte.

 
 
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