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Birgit Homburger "Theater um Stuttgart 21 endlich beenden"

Frank Krause, vom 31.07.2011 18:05 Uhr
Birgit Homburger Foto: dpa
Birgit Homburger Foto: dpa
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Stuttgart/Berlin - Im Streit um das Milliardenprojekt Stuttgart 21 hat die baden-württembergische FDP-Vorsitzende und Vizechefin der Bundes-FDP, Birgit Homburger, vor den dauerhaften Folgen der Auseinandersetzungen gewarnt. „Immer mehr Bundesländer wundern sich, welches skurrile Theater hier aufgeführt wird. Ich selbst bin zunehmend fassungslos über die Vorgänge, mich macht die Entwicklung der vergangenen Tage wütend“, sagte Homburger im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten.

Wer nicht Stuttgart 21, sondern den Kopfbahnhof oder die Kombination aus Kopf- und Tiefbahnhof anstrebe, so wie es Schlichter Heiner Geißler am Freitag vorgeschlagen hatte, „der muss wissen, dass es dafür keine genehmigte Planung und schon gar keine Finanzierung gibt“. Das gesamte Projekt müsste dann nicht nur neu geplant und genehmigt werden, auch alle bereits genehmigten Gelder seien verloren. „Es muss sich also niemand wundern, dass sich andere Bundesländer bereits die Hände reiben und nur darauf warten, dass Stuttgart 21 scheitert.“ Niedersachsen und Hessen hätten bereits signalisiert, „dass sie das Geld für ihre Infrastrukturprojekte gerne nehmen, wenn Baden-Württemberg es nicht will“.

Homburger forderte die Bahn auf, ihr Baurecht umzusetzen: „Es gibt nur einen Weg: Nämlich einen Knopf an die Sache zu machen, Stuttgart 21 zu bauen und damit das ganze Theater endlich zu beenden.“ Die FDP-Politikerin betonte zugleich: „Wir sollten uns mal wieder daran erinnern, dass es ein Rechtsstaats- und Demokratieprinzip gibt und dass man auch in einer Demokratie nicht alles zu einem absoluten Konsens führen kann.“ Es könne nicht zugelassen werden, „dass in Deutschland Proteste und Sitzblockaden zur letzten Instanz werden“. Die Projektgegner würden dauernd neue Forderungen erheben: „Wenn das so weitergeht, haben wir in 30 Jahren noch keinen leistungsfähigen Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn. So macht man Baden-Württemberg zum Museum.“

Aus Sicht der FDP-Politikerin hat Stuttgart 21 längst Symbolcharakter. „Es geht zum einen um die Frage, ob wir noch die Kraft haben, solche Infrastrukturprojekte durchzusetzen. Zum anderen geht es darum, ob Deutschland noch ein Standort ist, an dem es Investitionssicherheit gibt. Was sollen wir denn Unternehmen sagen, die ein Projekt hier bei uns planen, das dann rechtsstaatlich genehmigt wird, aber von dem sie nicht wissen, ob es verwirklicht werden kann. Das ist nicht zumutbar“, sagte sie.

 

Kommentare (204)
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AUG
07
12:37 Uhr, geschrieben von Didi
Armin Möhrle
Klarstellung: Es ist den Gegnern eben NICHT egal, was in und mit diesem Land und der Stadt Stuttgart passiert Dies ist eine bösartige Unterstellung .Andersherum wird ein Schuh daraus: Bahnchef Grube und OB Schuster kümmern sich einen Dreck um ein sauberes Stuttgart. Stichwort: 17km lange (schicke) Rohre zu verlegen. Im übrigen vertreibt man die nächsten 10 - 12 Jahre Touristen, die die Stadt suchen, aber größtenteils nur Baustellen finden. Dies ist die Stadt der BÜRGER und nicht die der DB!!
AUG
07
01:55 Uhr, geschrieben von Armin Möhrle
An Didi: Armin Möhrle (Aug 06 10:52)
Sehr geehrte/r Frau/Herr Didi, aus welcher Zeit stammt IHR Wortschatz („Chaoten, Verbrecher, Randalierer etc“)? Im Übrigen schrieb ich von „Laien wie Sie UND mich“. Vor 17 Jahren kostete das Projekt schon 4,807 Mrd. DM (Machbarkeitsstudie 1994, seinerzeit ohne Inflations- und Risikenzuschlag). „Glauben“ tue ich gar nichts, schon gar nicht den Veröffentlichungen der Deutschen Bahn in der Zeit von Hartmut Mehdorn. Zugegebenermaßen ist es für Alt-Bahner, Politiker, Schauspielregisseure, usw. schon unabhängig von der Sachlage schwer, gegen Hunderte von Ingenieuren, die in Hunderttausenden von Personenstunden Unmengen von Unterlagen studiert haben, dieses Projekt entwickelt haben und dies weiter tun, „Recht zu haben“. Ansonsten gönne ich Ihnen gern das letzte Wort, meine scheinen Sie ohnehin nicht wirklich zur Kenntnis zu nehmen. Mögen wir uns bei anderen Themen näherstehen. Mit herzlichen Grüßen und großem Dank für Ihr Interesse Armin Möhrle
AUG
06
10:52 Uhr, geschrieben von Didi
Armin Möhrle
Ihr Wortschatz stammt offensichtlich noch aus der Kriegs-bzw. Nachkriegszeit.Wofür halten Sie sich eigentlich? Für einen "Gutmensch",weil Sie für ein aus dem Ruder laufenden Projekt sind,die Gegner sind dagegen "Laien", Chaoten, Verbrecher, Randalierer etc und die sogenannten Befürworter sind die "Profis",die von allem eine Ahnung haben . Glauben Sie eigentlich alles, was man Ihnen vorbetet? Vor 10 Jahren kostete das Peojwkt schon 4,1 Milliarden und heute auch noch? Welch ein Schwachsinn, wenn Sie so etwas glauben.Die "Rechthaber" sitzen auf Ihrer Seite bzw. der DB.
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