Bietigheim-Bissingen Streit in Flüchtlingsunterkunft

Von red/pho 

Die Polizei war mit neun Streifenwagen vor Ort (Symbolbild). Foto: dpa
Die Polizei war mit neun Streifenwagen vor Ort (Symbolbild). Foto: dpa

Bei einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft in Bietigheim-Bissingen muss die Polizei eingreifen. Weil ein Mann sich widersetzt, wird er mehrfach von einem Polizeihund gebissen.

Bietigheim-Bissingen - Ein Streit zwischen Bewohnern einer Flüchtlingsunterkunft in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) hat zu einem Polizeieinsatz mit neun Streifenwagen geführt. Aus bislang noch nicht geklärter Ursache kam es, wie die Polizei berichtet, am Montagabend in einer Flüchtlingsunterkunft an der Geisinger Straße zu Streit zwischen mehreren Bewohnern, in deren Verlauf zwei Beteiligte im Alter von 21 und 22 Jahren leicht verletzt wurden.

Die Streitenden richten ihre Aggression gegen die Polizisten

Gegen 23.30 Uhr soll es zwischen den beiden später Verletzten zu einem Streit gekommen sein, bei dem eventuell auch ein Messer im Spiel war. Sicherheitskräfte informierten die Polizei, die genau zu dem Zeitpunkt eintraf, als sich weitere zwei Männer im Alter von 19 und 32 Jahren sowie der 22-Jährige in die Haare bekommen hatten. Die Beamten trennten die Streithähne, deren Aggressionen sich nun gegen die Polizisten richteten.

Diese forderten Verstärkung an und nahmen sowohl den 22-Jährigen, als auch den 32 Jahre alten Mann in Gewahrsam. Da sich auch der 21-Jährige, der sich in der Zwischenzeit in sein Zimmer zurückgezogen hatte, den polizeilichen Ermittlungen verweigerte, musste er ebenfalls zum Polizeirevier gebracht werden. Die Bewohner der Unterkunft zeigten sich immer wieder aufgebracht gegen die Polizisten, weshalb neben den insgesamt neun Streifenbesatzungen auch zwei Beamte mit ihrem Polizeihund vor Ort waren. Während der Maßnahmen bewegte sich ein 19-Jähriger plötzlich aus der Menge der Bewohner auf die Beamten zu. Er kam der Aufforderung stehen zu bleiben nicht nach, so dass der Hund ihn biss.

Die Bissverletzungen wurden vor Ort versorgt

Daraufhin begannen Einzelne, auf die Polizisten zu spucken. Auch der junge Mann trat wieder nach vorne auf das Tier zu und folgte wieder keiner polizeilichen Anweisung. Der Hund schnappte abermals und biss ihn. Er ließ seine Verletzungen vor Ort von Sanitätern versorgen. Die drei Streithähne indes wurden anschließend wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

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