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Beim Metzger 's kaa au a Leberwurscht sei!

StN, vom 24.09.2011 10:11 Uhr
Eine Geschichte vom Metzger Foto: Fotolia
Eine Geschichte vom Metzger Foto: Fotolia
Siehe auch

Von Leser Heinz Benz aus Herrenberg stammen die beiden folgenden Beiträge:

"Vor einigen Tagen wurde ich in einem Metzgereibetrieb von einer Verkäuferin bedient, die ein unverfälschtes Schwäbisch sprach. Ich bestellte bei ihr 200 Gramm ,Stadtratslubbla'. Sie blickte mich verständnislos an und fragte: ,Was wället Se?' Ich antwortete: ,Stadtratslubbla, oder wie hier am Ort angebrachter, Gemeinderatslubbla'. Weil sie mich immer noch verständnislos ansah, erklärte ich ihr schließlich, dass dies in meiner Geburtsstadt Göppingen ein ganz gebräuchlicher Ausdruck für ,Ochsenmaulsalat' sei. Die Einzahl von ,Lubbla' heißt sinngemäß ,Lubbl' und heißt auf Hochdeutsch ,Lippe'.

Der Mundartdichter August Lämmle hat der Mutter eines Schülers dessen eingeschränkte Fähigkeiten erklärt:
,Am Kopf fehlts et!' hot d Muatter gsait,
,Dr Kopf ischd guat beim Hans!'
,Schtemmt!' sait dr Lehrer,
,der isch guat!
Bloß am Verstand do spannts!'

Ein solcher Schüler wurde von seiner Mutter zum Metzger geschickt, mit dem Auftrag, ,einen Vierling, also ein Viertelpfund Zervelatwurst' mitzubringen. Bis er dort ankam, hatte er vergessen, wie die Wurst heißt. Der Metzger versuchte ihm zu helfen und zählte auf: ,Fleischkäs - noi, Schinkenwurst - noi, Lyonner - noi, Bierschinken - noi!' Schließlich rief der Schüler ganz verzweifelt: ,Scheißegal, 's kaa au a Leberwurscht sei!"'

Unser schwäbischer Spruch des Wochenendes kommt von Leser Dieter Lohrmann aus Lorch-Waldhausen. Er schreibt: "Ein leider viel zu früh verstorbener Freund hat mir vor einigen Jahren eine Geschichte erzählt, die sich tatsächlich so zugetragen haben soll. Ein Mann, dessen Frau mit einer Sommergrippe zu Hause lag, kam zu einem kurzen Besuch zur Nachbarin. Diese fragte: ,Wia goht's ra denn?' Der Mann sah in der Küche einen Hafen Sauermilch stehen, spekulierte darauf und sagte gewitzt: ,A Hitza, sait se, häb se, schwitza, sait se, däd se, was Kialends (Kühlendes - mit Blick zum Sauermilchtopf), mecht se, kennt se braucha, wenn se häb!' Ich finde, das ist ein schönes Beispiel für die alte schwäbische Sprache und Mentalität."

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Des machsch bloß pur passledang!
Schwäbisch-französisch gehts ins Wochenende. Frau Ehehalt verdanken wir eine gelungene Zusammenschau.
2000 Wörter sen a Feschtessa
Dieter Auch aus Ditzingen hat einen „Grundkurs Schwäbisch“ verfasst. Hier Auszüge daraus.
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