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Baumfällarbeiten Polizei stoppt Einsatzplanung für Park

Konstantin Schwarz, vom 04.01.2012 05:31 Uhr
Konfrontationen zwischen Polizei und Stuttgart-21-Gegnern hat es bereits wiederholt gegeben. Die nächste im Schlossgarten ist erst einmal auf Eis gelegt. Foto: dapd
Konfrontationen zwischen Polizei und Stuttgart-21-Gegnern hat es bereits wiederholt gegeben. Die nächste im Schlossgarten ist erst einmal auf Eis gelegt. Foto: dapd
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Stuttgart - Der Stuttgarter Polizeipräsident Thomas Züfle hat Pläne für einen großen Polizeieinsatz im Schlossgarten gestoppt. Die Bahn wollte dort vom 12. Januar an für Stuttgart21 Bäume fällen. Sie hat aber gar keine Genehmigung dafür. Die Bahn hat das der Polizei gegenüber erst auf Nachfrage eingeräumt.

Das Eisenbahn-Bundesamt (Eba), die der Bahn vorgesetzte Aufsichtsbehörde, hatte bereits am 5. Oktober 2010 ein Fällverbot für den mittleren Schlossgarten erlassen. Das Eba fordert von der Bahn seitdem eine "Maßnahmenplanung zur Vermeidung von Schädigungen des Juchtenkäfers" - er ist streng geschützt - und von Fledermäusen ein. Die Bahn habe inzwischen Unterlagen eingereicht, die "derzeit im Eba sowie in den Fachbehörden vor Ort geprüft werden", teilt die Behörde auf Anfrage mit.

Aufhebung des Fällverbots nicht absehbar

Fachbehörden sind das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) und das Umweltamt der Stadt. Das RP hätte seine Prüfung am 23. Dezember 2011 abschließen sollen, hat aber beim Eba um eine Fristverlängerung bis 9. Januar 2012 gebeten. Die Prüffrist sei "sehr kurz", sagt RP-Sprecher Clemens Homoth-Kuhs, "wir mussten verlängern, weil wir die Anfrage sonst nicht mit der gebotenen Sorgfalt hätten bearbeiten können". Im Umweltamt der Stadt Stuttgart kennt man den Vorgang seit dem 28. Dezember. "Ich will das nicht kommentieren", sagt Amtsleiter Werner Flad.

Wann das Eisenbahn-Bundesamt das Fällverbot aufhebt, lässt sich nicht absehen. Ein Bahn-Sprecher räumte am Dienstag auf Anfrage sogar ein, dass die Bahn "auch jetzt noch Unterlagen einreichen muss, weil das Eba eine Detaillierung wünscht". Der Vorgang sei daher "nicht abgeschlossen".

Keine Frage nach Mehrkosten

Dennoch erwarte die Bahn, dass der Schlossgarten "bis zum 12. Januar um 8 Uhr geräumt ist", so der Bahn-Sprecher. Dann solle zwischen Schillerstraße und Planetarium mit dem Versetzen und Fällen der Bäume begonnen werden. Man sei "zuversichtlich", dass das Eba den alten Bescheid "in den nächsten Tagen abändert".

Die Frage nach möglichen Mehrkosten durch einen von der Bahn selbst zu verantwortenden Zeitverzug für das bisher auf 4,1 Milliarden Euro taxierte Projekt stelle sich daher nicht. Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte 2011 mehrfach darüber geklagt, dass das Schlichtungsverfahren mit Heiner Geißler und die Volksabstimmung über Stuttgart 21 den Bau verzögern könnten. Jeder Monat schlage mit um die 20 Millionen Euro zu Buche.

Auf einer vagen Grundlage will die Stuttgarter Polizei für die Bahn nicht mehrere Tausend Polizisten in Marsch setzen und zusätzliche Hundertschaften aus benachbarten Bundesländern anfordern. "Ich habe vom Fällverbot kurz vor Weihnachten erfahren, weil wir bei der Bahn nach den rechtlichen Grundlagen gefragt haben", sagt Polizeipräsident Thomas Züfle am Dienstag. Er sei völlig überrascht worden und hätte erwartet, dass die Bahn von sich aus über die Rechtslage informiert.

Kommentare (88)
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JAN
13
17:54 Uhr, geschrieben von Reini
War ja klar....
18:06 Uhr, Antwort für Jakutzi....Jakutzi, du bist der Prototyp eines Befürworters. Du verstehst nicht was andere schreiben, behauptest aber ständig sie hätten Unrecht! Du gehörst zu den Menschen die als Falschfahrer auf der Autobahn, andere für blöd erklären die ihnen entgegen kommen. Ich hoffe du verstehst was ich meine ;-)) In BaWü gibt es 7,6 Millionen Wahlberechtigte! Wäre KEINER zur Wahl gegangen hätten 100% gegen den Ausstieg des Landes bei der Finanzierung von S21gestimmt! Hier zählen alle Wahlberechtigte, obwohl sie nicht zur Wahl gehen! Sie zählen dann zu den NEIN-Stimmen Jakutzi, dass mit den 99,99% trifft auf die Befürworter zu, nicht auf die Gegner! Ich fürchte aber, dass du es immer noch nicht begreifst....
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JAN
11
13:11 Uhr, geschrieben von bahnfan
Interessant...
...jakutzi, da scheinen Sie mal wieder mehr zu wissen als der Rest der Öffentlichkeit - sämtliche beim Tunnelbau auftretenden Mehrkosten haben also bei den vergebenen Verträgen die Firmen zu tragen? Tatsächlich? Woher wissen Sie das denn? Bisher war im Bahnbereich (und nicht nur dort) absolut üblich, dass bei Kostensteigerungen Nachverhandlungen mit folgenden Kostensteigerungen angesetzt werden... Ich freue mich über eine möglichst wenig polemische und fundiertere Antwort, sofern das für Sie machbar ist.
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JAN
07
18:30 Uhr, geschrieben von Jakutzi
Sie irren Ritkla ............ und betreiben bewusst eine Strategie der Verhinderung und der Verschleuderung von Steuergeldern
Sie irren, Ritkla, ........... die Ausschreibungsergebnisse bestätigen bis jetzt durchweg die Richtigkeit der Kostenberechnung. .......... (Rund 90 Prozent der teuren Tunnel sind schon ausgeschrieben und vergeben.) .....Das Einzige, das derzeit noch zu großen Kostensteigerungen führen kann, sind die Klagen des BUND wegen Fledermäussen, dem Juchtkäfer und vor allem wegen der zu fällenden Bäume. ................... Da hier jahreszeitliche Beschränkungen zu beachten sind ....... (Bäume dürfen nur außerhalb der Vegetationsperiode gefällt werden) .............................. könnte es hier zu drastischen Verzögerungen kommen. Die Ursachen sind zum einen die Inflation und zum anderen laufenden Kosten für die beauftragen Bauunternehmen - die Gewehr bei Fuß stehen. ................... Wenn´s denn schlecht läuft könnten uns hier Kostensteigerungen von mehr als 100 Mio Euro erwarten. .......Und genau das ist ja auch die Strategie des BUND und anderer S21-Gegner. ....... Die Kostensteigerungen gingen dann freilich auf das Konto des BUND, ................................... der mit seinem Prozess - nach dem Volksentscheid - ja nur erreicht hat, dass er Prüfungen, die er schon mal in voller Breite vorgenommen hat und die schon entschieden sind,formal erneut vornehmen darf ........................ Und eine andere Entscheidung ist am Ende nicht zu erwarten. ............... Wenn es soweit kommt, werden viele Sie und andere S21-Gegner regelmäßig daran erinnern, ................. wer für die daraus resutlierenden Kostensteigerungen verantwortlich ist. .........................Darüber dürfen Sie sich dann nicht wundern.
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