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Auf gut Schwäbisch Schwäbisches Wahlgeheimnis

StN, vom 10.02.2012 08:11 Uhr
Wahlschein Foto: dpa
Wahlschein Foto: dpa

Stuttgart - Leserin Anita Lung aus Murrhardt erzählt diese köstliche Geschichte, die sich vor vielen Jahren so zugetragen haben soll: „In unserer Nachbarschaft wohnte ein altes Ehepaar. Eines Tages – es war kurz vor einer Wahl – wandte sie sich hilfesuchend an ihren Mann, der vom Wesen her etwas bruddelig und barsch war. Sie sagte: ,Du, Vatter, i woiß net, was i wähla soll. Füll’ mr doch Du den Wahlschei aus. Du ver­schtohsch do meh drvo wie i!‘ Gesagt, getan. Bald wanderten sie zum Wahllokal, um ihren Stimmzettel abzugeben. Als sie wieder daheim waren, fragte sie: ‚Du Vatter, was hann i eigentlich gwählt?‘ Darauf er kurz und bündig: ,Des goht doch di en Scheißdreck o’!‘“

Anita Lung fügt hinzu: „Wir lachen noch heute darüber, besonders wenn wieder Wahlen sind.“

Vergangenen Freitag haben wir einen Schwäbisch-Beitrag übers Bahnfahren in der ersten Klasse veröffentlicht. Ein junges Mädchen machte sich Hoffnungen, dort eingelassen zu werden, sobald sie in die Schule (1. Klasse) kommt. Der Beitrag von Leserin Gertrud Glaser aus Herrenberg-Oberjesingen handelt ebenfalls vom gehobenen Bahnfahren: „Eine Frau vom Lande stieg in einen Erste-Klasse-Wagen der Bahn. Der Schaffner stellte fest, dass sie im falschen Wagen sitzt und sagte zu ihr: ,Sie dürfen hier nicht Platz nehmen!‘ Daraufhin fragte die Schwäbin: ,Wieso et?‘ – ,Na ja, wissen Sie, ich muss nach meinen Statuten handeln.‘ Worauf die Frau vom Lande meinte: ,Wenn diea mir ihre Stadtduddä (dudde = Busen) do fahra derfet, derf i mit meine Landduddä au do fahra!‘“

Leserin Ruth John aus Welzheim berichtet uns von einem Schwaben, dem Eugen, der „öfters mal spät vom Wirtshaus heimkam – mit seinem Freund, dem Affen. Sei Weib, dui Lena, hot nadierlich bruddelt, weil se den Aff’ net leida kenne hot ond ’s Geld sowieso knapp war. Se hot also grad so fortbruddelt. No macht dr Eugen s’Schtubafesch’der uf, guggt naus ond sait: ,Ens Gsicht nei secht mr’s oim ond net henda rom!‘“ Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leser Georg Mayer. Er zitiert eine in Krumbach/Schwarzwald gebräuchliche Redewendung: „Dr Losr an dr Wand, hört sei oigene Schand.“ (Der Horcher an der Wand, hört seine eigene Schande – weil man über ihn spricht).

Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 10 44 52, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch, Fax: 07 11 / 72 05 - 73 09; E-Mail: land@stn.zgs.de

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FEB
11
15:04 Uhr, geschrieben von Kommunalwähler
Wahlschei
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot ausging, dass die Baden-Württemberger wählen dürften. Und diese Kommunalwahl geschah zur Zeit, da Günther Oettinger Statthalter in B.-W. war. Und jedermann ging, dass er seinen Stimmzettel abgebe, ein jeder in seine Stadt. Und sie fürchteten sich sehr, gab es doch Kumulieren und Panaschieren. Und der Engel des Herrn sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, denn ihr werdet finden die Stimmzettel in Umschläge gewickelt eine Woche vor der Wahl in euren Briefkästen liegen.
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FEB
10
09:50 Uhr, geschrieben von EchoRomeo
Komisch, komisch diese "Story"
ist eigentlich in den vielen Jahren niemals aufgefallen, daß man den Stimmzettel gar nicht zuhause ausfüllen kann, da man den eben NUR im Wahllokal bekommt. PS: Für Briefwahl geht man nicht ins Wahllokal.
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Alles Gute, Baden!
Ein bisschen Mut gehört dazu, ausgerechnet hier auf die 900-Jahr-Feier des Hauses Baden hinzuweisen.
So, jetzt orglet!
Von Günter Sessel-Zimmermann stammt eine knitze Geschichte aus dem Buch „Schwäbische Comics“.
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