Leserin Irmgard Abt aus Steinenbronn erinnert an die Zeit, als Kinder Kartoffelkäfer sammelten: ",Kartoffelkeäfer zeiget eich, dass i mei Oimerle schnell mit eich fülla ka. Wenn's bis zom Rand isch voll mit Keäfer, kriag i vom Bauer a' Riebel Brot mit Butter, ond wenner's guat moint mit mir, no schtreichter a weng Leaberwurscht druff na.' In meiner Jugend war es nie langweilig, man hatte immer etwas zu tun. Nach der Schule oder in den Ferien haben die Bauern mit großen Kartoffelfeldern uns Kinder gefragt, ob wir nicht die Kartoffelkäfer von den Blättern einsammeln wollten. Manchmal gab es so viele, dass man die Eimer ein bis zweimal voll bekam. Dafür gab es 20 bis 30 Pfennig. Das war ein Ansporn für uns.
Die Käfer haben ja nett ausgesehen mit ihren dunklen Streifen und gelben Flügeln, sie waren aber so gefräßig, dass es für die Bauern zu einer Missernte führen konnte. Die älteren Leute sprachen sogar von Hungersnot durch den Kartoffelkäfer."
Besonders schön ist auch der Beitrag von Leserin Regine Burghardt aus Winnenden: "Mein Bruder schrieb in seinem Schulaufsatz den Satz: ,Die Verkäuferin steckte die Brezeln in eine Gugge.' Da strich die Lehrerin die Gugge durch und schrieb Tüte drüber. Mein Bruder kam entsetzt nach Hause und erzählte unserer Mutter: ,Mama stell dir amol vor, onsere Lehrerin wois net amol, was a Gugge isch!'"
Leserin Dorothea Wild aus Remshalden fällt zum Thema "Gug" diese schöne Begebenheit ein: "Vor vielen Jahren mähte mein Mann das Gras beim Haus mit der Sense. Unsere kleine Tochter schaut ihm wie schon des Öfteren dabei zu. Als die Sense nicht mehr scharf war, wollte mein Mann sie mit dem Wetzstein abziehen und schickte unsere Tochter zu mir ins Haus mit der Bitte, sie solle den Kumpf /,Da Kompf') holen. Bei mir angekommen, wusste sie das Wort nicht mehr und sagte: ,Mama, dr Papa braucht des Wetzstoigiggle!'"
Der schwäbische Spruch des Wochenendes stammt von Frau Irgmard Abt: "S'Kneisle isch mr liaber als a'Riebele, weil's emmer frisch isch."