Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [5.00/1]

Auf gut Schwäbisch „Kerle, wa witt?“

StN, vom 27.01.2012 14:31 Uhr
Stetoskop Foto: Fotolia
Stetoskop Foto: Fotolia

Stuttgart - Leser Wolfgang Schmid aus Nürtingen erfreut uns mit diesem Beitrag: „Wir hatten bis Ende der 50er Jahre in Nürtingen einen Arzt, hervorragender Diagnostiker, saugrob und ehrlich zu seinen Patienten. Man fürchtete sich vor ihm, wenn er mal laut wurde, ging dann aber trotzdem wieder hin, weil er fachlich sehr gut war. Er war auch ein schwäbisches Original. Wenn er in seiner Praxis mal wieder seine Versteinerungen sortierte und dabei gleichzeitig ­Patienten behandelte, konnte es durchaus vorkommen, dass er a alts Male oder Weible, das über seine altersbedingten Zipperlein klagte, mit den Worten ‚Kerle, wa witt? Gang hoim! En alta Sack ka mr nemme flicka!‘ aus seiner Praxis warf. Leider hatte er meist recht, denn selbst heute, im Zeichen der modernen Medizin, ist so mancher Alterszipper nicht zu therapieren, denn Alter ist ja bekanntlich keine Krankheit.“

Von Leser Hariolf Schmid aus Schwäbisch-Gmünd stammt diese Erinnerung: „In meiner großelterlichen Heimat, nahe Horb, war es vor allem in den Spätherbst- und Wintertagen üblich, dass die Frauen ab und zu ihre Nachbarinnen oder Freundinnen einluden, am Abend ,z’ Liacht‘ (zu Licht) zu kommen, also zu einem gemütlichen Schwatz. Zu solchen Treffen nahm man meistens irgendeine Handarbeit mit– denn Schwätzen allein wäre dann doch zu viel der Zeitverschwendung gewesen. Dieser Brauch wurde ,z’ Liacht gao‘ genannt.“

Der Spruch des Tages kommt von Leser Sighart Lang aus Herrenberg. Er schickt vorweg: „Bei der Gräfin auf der Burg Hohenzollern ging ein Stallknecht in Rente. Der neue Stallknecht, jung an Jahren, kannte sich nicht aus. Jeden Morgen sagte die Gräfin zu ihm: ,Mach die Kuhstalltüre auf!‘ und abends: ,Mach die Kuhstalltüre zu!‘ So ging es sechs Wochen lang. Dann wurde es dem Stallknecht zu dumm, und er rief seiner Herrin zu: ,Moascht, i will ällaweil dei Geh-her-da-Bua-mach-Kuhstall-Tür-guat-zua-Bua-sei?‘“ Leser Lang merkt noch an: „Viel Spaß beim schnell Aussprechen!“ Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 10 44 52, 70039 Stuttgart Stichwort: Schwäbisch, Fax: 07 11 / 72 05 - 73 09; ­E-Mail: land@stn.zgs.de

Kommentare (0)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Titel *  
     
Autor *  
     
Kommentar *  
             
(optional)
E-Mail   (wird nicht veröffentlicht)
             
Straße     Hausnr.  
             
PLZ     Wohnort  
             
    (Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangabe, allerdings können Kommentare ohne Angabe der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden. E-Mail, Straße und Nummer werden nicht veröffentlicht.)
             
      * Pflichtfelder
Alles Gute, Baden!
Ein bisschen Mut gehört dazu, ausgerechnet hier auf die 900-Jahr-Feier des Hauses Baden hinzuweisen.
So, jetzt orglet!
Von Günter Sessel-Zimmermann stammt eine knitze Geschichte aus dem Buch „Schwäbische Comics“.
Anzeigen

 

Anzeige
Nachrichtenticker
06:12   17-Jähriger verursacht betrunken Unfall - 52-Jähriger stirbt
06:04   Einspruch beim DFB - Hertha will Wiederholungsspiel
04:58   Interimsregierung in Athen wird vereidigt
04:46   Katholikentag nimmt inhaltliche Arbeit auf
04:28   In CDU rührt sich Kritik an Entlassung Röttgens
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Interaktiv
  • Umfrage
Fortuna Düsseldorf - Hertha BSC

Fans randalierten nach dem Abstieg des KSC, in Düsseldorf brach kurz vor Abpfiff das Chaos aus. Was sollte man dagegen tun?  

 
Die Einsatzkräfte sollten härter durchgreifen
Platzsperren und Geldstrafen für die Vereine
Nichts! Relegation ist emotionaler Ausnahmezustand
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise