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Auf gut Schwäbisch Keine Angst vor dem Besen

StN, vom 03.02.2012 08:03 Uhr
Besenwirtschaft Foto: dpa
Besenwirtschaft Foto: dpa

Stuttgart - Zwei schöne Erlebnisse schildert uns Leser Hermann Knauer aus Wendlingen:

„Es ist jetzt 28 Jahre her, da waren wir als eine von vier Familien mit acht Kindern auf dem Jusi wandern. Nach der Wanderung standen wir vor einer Besenwirtschaft in Kappishäusern. Alle wollten in den Besen, nur ich hatte keine Lust und wollte lieber nach Hause. Da sagte der damals vierjährige Steffen mit Blick auf den ausgehängten Besen zu mir, „Du brauchsch koi Angst hau, i kehr für di!“

Die zweite Geschichte handelt von einem Bahn-Erlebnis: „Letztes Jahr, durfte meine damals fünfjährige Enkelin Judith mit ihrer Dote (Patentante) mit der S-Bahn nach Stuttgart fahren. Die S-Bahn war randvoll und beide standen vor der Glastür zur 1. Klasse. Diese war leer. Meine Enkelin wollte das Abteil gerade betreten, da wies sie ihre Dote daraufhin, dass das die 1. Klasse sei. Nach kurzem Überlegen sagte die kleine Judith: „Aber nächscht Johr derf i do nei – do komm‘ i en’d erscht Glass!“

Der Kindermund spricht auf im Beitrag von Leserin Sieglinde Baumann. Sie schreibt: „Bei mir war das Schwäbische so ausgeprägt, dass ich in einem meiner ersten Schulaufsätze schrieb: ,. . . dabei fatzte mein Ski ab.‘ Leider kannte mein Lehrer kein Pardon und strich es als Fehler an.“

Von Leser Erich Geiger aus Schwieberdingen stammt eine Ergänzung zum „Häfelesma der angeblich von Plattenhardt nach Eberdingen-Hochdorf fuhr (Beitrag vom 25. Januar) Erich Geiger betont: „Von Plattenhardt nach Hochdorf sind es über 40 Kilometer. Mit Pferd und Wagen ist man einfach gut acht Stunden unterwegs. Den ganzen Tag unterwegs sein, um in Hochdorf ein paar Häfele zu verkaufen, das macht nicht einmal ein Plattenhardter.

Bei dem beschriebenen Häfelesma handelt sich um den ,Stammamer‘. Er kam aus Stuttgart-Stammheim und hieß, wenn ich’s richtig weiß, Wagner.Er war ein großer, hagerer und sehr freundlicher Mann. Angaben über seinen Werbespruch variieren. Mir ist bekannt: ,Gschirr, Bachkörb, Koch-und andere Häfa!‘“ Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leserin Ingrid Seiz aus Sindelfingen. Sie schreibt: „Torkelt einer betrunken von einer Gehwegseite zur anderen, sagt man: ,, Der suacht no dr geschtriche Dag!‘“

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Alles Gute, Baden!
Ein bisschen Mut gehört dazu, ausgerechnet hier auf die 900-Jahr-Feier des Hauses Baden hinzuweisen.
So, jetzt orglet!
Von Günter Sessel-Zimmermann stammt eine knitze Geschichte aus dem Buch „Schwäbische Comics“.
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