Auf gut Schwäbisch Dr Präsident isch ganga

StN, 06.12.2012 13:50 Uhr

Stuttgart - Theodor Heuss ist ein Dauerbrenner. Folgender schöner Beitrag stammt von Inge Mierke aus Neuhausen auf den Fildern. Sie schreibt: „Wir waren zu Besuch in der Weinstube der Brackenheimer Winzer. Da kam die Sprache auf den ersten Bundespräsidenten, der sehr gerne dort zu Gast gewesen ist. Wieder einmal saß er dort in froher Runde und bestellte noch ein Glas Wein, als sein Begleiter meinte: ,Herr Präsident, ich glaube, es ist Zeit zu gehen.‘ Da stand Theodor Heuss auf, ging zur Tür, öffnete sie, schloss sie wieder und setzte sich wieder an seinen Platz. ,Sodele‘, erklärte er der verdutzten Runde, ,dr Präsident isch jetzt ganga, der Bürger Heuss drenkt jetzt no a Viertele!‘“

Zur Vorweihnachtszeit schreibt Barbara Haller aus Kornwestheim: „Es ist jetzt ja die Vorweihnachtszeit, und in manchen Familien wird gesungen. So auch bei uns. Wenn dann die zweite Strophe vom Lied ,Alle Jahre wieder‘ kommt, muss ich immer an meine Mutter denken. Sie erzählte, dass ihr Bruder als Kind nicht wie geschrieben: ,Kehrt mit seinem Segen . . .‘, sondern ,Kehrt mit seinem Besen ein in jedes Haus‘. Als man ihn belehren wollte, meinte er: ,Mit einer Säge kann man nicht kehren.‘ So sang er jedes Jahr die zweite Strophe nach seinem eigenen Text. Leider durfte ich meinen Onkel nicht kennenlernen. Er ist in den letzten Kriegstagen als 16-Jähriger bei Wien gefallen, und ich bin erst 1948 geboren. Aber jedes Jahr bei dem Lied muss ich an ihn denken.“ Der Spruch des Tages kommt von Gusti Bück aus Holzgerlingen: „Meine Mutter gebrauchte des Öfteren den schwäbischen Spruch: ,Schlecht gsessa isch besser wia guat gschtanda.‘“

 
          10
 
Lokale Favoriten - stuttgarter-nachrichten.de
Kommentare (1)
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentar schreiben
Anzeigen
JAN
03
peter mezger,oxford,connecticut,usa, 15:27 Uhr

theodor heuss

der heuss wurde mal gefragt was er von der demokratie denke.er sagte er waere der gottsgiebel der demokratie.in der zeitung stand am naechsten tag :ich bin der kottskuebel der demokratie.

  1. (Logout)
  2. Die Redaktion veröffentlicht ausgewählte Kommentare auch in der gedruckten Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten. Voraussetzung ist, dass der Beitrag mit Namen, Postanschrift und E-Mail (Adressen werden nicht veröffentlicht) vorliegt.
Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich.

Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.

Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.