Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren

Gaisburg Fuchs mit Glocke von Beamten getötet

StN, vom 02.04.2010 11:25 Uhr
Symbolbild Foto: Leserfoto: fotomax
Symbolbild Foto: Leserfoto: fotomax

Stuttgart - Durch einen gezielten Schuss haben Polizeibeamte einen Fuchs von seinen Leiden erlöst, die ihm durch das Umbinden einer Schiffsglocke von einem Unbekannten zugefügt worden waren.

Wie die Polizei mitteilte hatten Anwohner der Plettenbergstraße am Karfreitag gegen 1.45 Uhr in ihrem Garten einen Fuchs entdeckt, dem eine Glocke um den Hals gebunden war. Die Glocke wurde ihm offenbar schon im Welpenalter von einem mutmaßlichen Tierquäler mit einer Kette um den Hals gebunden. Zwischenzeitlich war die Kette in die Haut eingewachsen und durch das ständige Scheuern hatten sich eitrige Wunden gebildet. Der Fuchs hatte im Garten des Ehepaars unter deren Terrasse einen Bau gegraben. Der 40-Jährige Mann "bewachte" den Bau bis zum Eintreffen der Polizei. Ein Versuch, dem Fuchs die Glocke abzunehmen, quittierte dieser mit einem Biss in den Finger des "Bewachers".

Als die Polizeibeamten die Schwere der Halsverletzungen des Fuchses sahen und der zuständige Jagdpächter nicht erreicht werden konnte, entschlossen sich die Beamten, das Tier mit einem gezielten Schuss aus ihrer Dienstpistole von seinen Leiden zu erlösen.

Kommentare (15)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
APR
07
11:36 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Unwirklich
Jetzt hat der arme Fuchs diesen strengen Winter überlebt und nun ist er tot. Die Nachricht hat mich sehr geschockt und ist so unwirklich. Er hätte es so sehr verdient ein schönes Leben zu führen - ohne Glocke, und er war so kurz davor. Verurteilen möchte ich hier keinen, das passiert noch früh genug - an einem anderen Ort. Grüße an die "pro Fuchs"-Plettenberg-Gemeinschaft!
APR
04
19:40 Uhr, geschrieben von B. Gökeler
Grotesk
Ich bin froh, dass Sie, lieber Herr Gernbacher, diese Zeilen geschrieben haben, denn ich habe mich heute morgen sehr darüber geärgert, zumal ich zu denen gehöre, die den Fuchs, bzw. die Füchse zusammen mit vielen Tierschützern und Helfern seit Monaten zu fangen versuchen. Es sind immer wieder die gleichen abgedroschenen Phrasen, die sich Tierfreunde anhören müssen. Wer einem Tier schon keinen Respekt und kein Mitgefühl entgegen bringt, der sollte lieber auch keine Kinder in die Welt setzen. Außerdem weise ich den Herrn darauf hin, dass sowohl für die Tierarztkosten und den Tierarzt gesorgt war als auch für den Transport und einem Platz im Wildgehege, bis er sich erholt hat. Die Polizei bekam im Juni letzen Jahres zwei konkrete Hinweise, der eine basierte auf einen Hinweis einer Nachbarin, die erzählte, dass im Plettenberg fünf junge Füchse aufgezogen wurden und Glocken um den Hals gehängt bekamen. Die zweite Spur führte in ein Gartengrundstück oberhalb der Plettenbergstraße, dort wurden die Füchse immer wieder beobachtet und am Eingang hängen auch exakt solche Glocken. In beiden Fällen wurde meines Erachtens nach sehr ungenau recherchiert. Wie viele der Füchse mit Glocken noch leben ist ungewiss, wir wissen momentan nur von zwei toten und eventuell noch einem lebenden Tier mit Glocke. Bekannt ist auch, dass im Gebiet Plettenberg immer wieder Füchse grausam gequält werden, zwei davon wurden in ein Wildgehege gebracht, einer wurde laut Aussage von Nachbarn tot mit einem abgeschnittenen Bein auf einem Garagendach gefunden. Dies sind keine Kavaliersdelikte sondern Straftaten, die zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren führen können. Eine Mensch, der zu solchen Taten bereit ist wird auch nicht vor Kindern zurück schrecken, denn diese sind genauso wehrlos wie Tiere. Und ein Mensch, der Tiere schützt, wird gewiss auch Menschen schützen und nicht wegschauen, wie so viele andere. Dass hier so viele Kommentar kommen, hat damit zu tun, dass viele Mitbürger diese Trauerspiel verfolgt haben. Und nun war endlich jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort, doch leider war es nicht der richtige Mensch. Auch habe ich die Vermutung, dass die Pressemeldung der Polizei nicht ganz der Realität entspricht, vielmehr klingt sie mir sehr nach einer gut überlegten Ruhigstellung der Tierschützer und Anwohner. Es würde mich in diesem Zusammenhang interessieren, was aus dem Herrn mit dem Biss geworden ist, darüber wurde sehr wenig berichtet. Normalerweise muss man in einem solchen Fall sofort auf die Intensivstation und das Tier getötet werden, um anhand einer Gehirnuntersuchung eine Tollwuterkrankung auszuschließen. Zwischenzeitlich habe ich ein bisschen in der Straße recherchiert und seltsamerweise hat niemand etwas in dieser Nacht mitbekommen ...
APR
04
14:08 Uhr, geschrieben von Peter Gernbacher
„Polizei erlöst „Bimmel-Fuchs"
Hallo Herr (wahrscheinlich Herr?) Reigeschmeckter, „grotesk“ … schreiben Sie, dass es Menschen gibt, die sich - in diesem Fall - für einen durch Menschen gequälten Fuchs einsetzen? Und nicht gleichzeitig zumindest dazufügen, dass sie sich auch selbstverständlich für die zahllosen gequälten Menschenseelen einsetzen - und dies auch - selbstverständlich - immer und überall in die ganze Welt hinausschreien. Also zuerst der Nachweis, dass sich der gezeigte Tierfreund erst einmal für die Menschen einsetzt. Wenn nicht, dann soll er sich bitteschön ganz still verhalten. Hier der unnachsichtige Kinder- und Menschenrechtler und dort die „bösen“ Tierfreunde. Ja - Ihre Reaktion ist ganz „normal“. Beides geht scheinbar nicht: Menschen- und Tierfreund? Oder doch? Ich weiß nicht, wo und wie Sie sich aktiv für die Schwachen oder gar misshandelten Menschen in unserer ungerechten Gesellschaft einsetzen. Es wäre gut, wenn Sie das täten. Dies dürfen Sie auch gerne öffentlich kund tun. Ich kenne eigentlich nur Tierfreunde, die sich gleichzeitig - entweder professionell oder ehrenamtlich - auch dort einbringen und helfen, wo es um Menschen oder auch ihre Umwelt geht. Auch sollte uns Menschenrechtler immer wieder bewusst sein, dass Menschen, die andere Menschen in voller Absicht quälen oder töten, meist in ihrer Vergangenheit diese brutalen Gewaltakte vorher an Tieren ausprobiert haben. Auch deswegen sollte es bei tierquälerischen Handeln kein Hinwegsehen geben. Und der gequälte Fuchs steht - leider - für unzählig viele andere Kreaturen, die auch - in diesem Moment - auf entsetzliche Art von „Menschen“ zu Tode kommen. Peter Gernbacher
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  5
nächste


Bayern-Fan will zu Fuß über B29 nach Hause
Nach Sieg zu tief ins Glas geschaut: Bayern-Fan tritt Heimweg zu Fuß über Bundesstraße 29 an.
9. Februar: Überfall auf Tankstelle
Duo überfällt Tankstelle in Kirchheim/Teck und weitere Meldungen der Polizei aus der Region.

 

Anzeigen
Anzeige
Nachrichtenticker
11:35   Eil +++ CAS spricht Ullrich wegen Dopings schuldig
11:32   Griechenland: Gewerkschaften rufen zu zweitägigem Streik auf
11:26   Eil +++ Deutschland weist vier syrische Diplomaten aus
11:25   "Bild": Hoffenheims Coach Stanislawski entlassen
09:50   Kontrolleure drohen am Frankfurter Flughafen mit Streik
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Prospekte

Interaktiv
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise