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Streit im Regionalzug Transvestit sorgt für Verwirrung

the, vom 15.02.2010 14:07 Uhr
Symbolbild  Foto: AP
Symbolbild Foto: AP

Murrhardt - Ein Missverständnis der besonderen Art hat es am Sonntagvormittag in einem Regionalexpress von Stuttgart nach Schwäbisch Hall gegeben. Wie die Polizei mitteilte, fühlte sich ein Schaffner von einer Gruppe von Fahrgästen getäuscht, weil sie augenscheinlich einen falschen Namen auf einem Baden-Württemberg-Ticket angegeben hatte. Den Ticketinhaber hielt der Schaffner für eine Frau, auf dem Ticket war aber ein Männername angegeben. Daraufhin wollte der Schaffner das Billet einbehalten, worauf sich ein handgreiflicher Streit entspann.

Die hinzugerufene Polizei konnte das Rätsel schließlich klären: Bei dem Ticketinhaber handelte es sich um einen Transvestiten; der sah zwar augenscheinlich wie eine Frau aus, war aber ein Mann - und hörte somit auch auf einen Männernamen. Bis der Sachverhalt geklärt war, musste der Regionalzug auf offener Strecke stehen bleiben und konnte erst mit 45-minütiger Verspätung weiterfahren. Der Zwischenfall hat übrigens auch strafrechtliche Folgen: Bei dem Gerangel wurde der Schaffner von einem 25 Jahre alten Mitfahrer des Transvestiten an der Hand verletzt. Jetzt wird gegen den jungen Mann wegen Körperverletzung ermittelt, wie die Polizei auf Anfrage bestätigte.

Kommentare (5)
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FEB
19
00:16 Uhr, geschrieben von Liliane
Wenn zwei Fehler zusammen kommen, bleiben alle Räder stehen...
Es gibt viele Menschen, die sich als Frau fühlen und geben, aber einen männlichen Namen und ein männliches Gesichtsfoto im Personalausweis und anderen Papieren haben. Ich zB fahre oft mit einer eben solchen Bahncard, aber bislang haben alle Zugbegleiter professionell reagiert und noch nie eine Rückfrage gestellt. Und falls die nachfragen sollten, würde ich erwarten, dass sie nach einem Ausweis fragen und dann klärt sich die Lage sofort. Bei dem Vorfall in Stuttgart ist es anscheinend nicht so gekommen und ich frage mich warum in der Situation die betroffene Person nicht von sich aus einen Ausweis vorgelegt hat, auf dem der auf der Fahrkarte eingetragene Name stand. Dann hätte es nicht diese Eskalation gegeben und hunderte Fahrgäste hätten nicht 45 Minuten Verspätung in Kauf nehmen müssen...
FEB
17
23:24 Uhr, geschrieben von Konstanze
Schaffner entlassen
na hoffentlich wird der Schaffner auch entlassen. Anscheinend hat er nicht probiert den Sachverhalt zu klären, sondern wollte sofort das Ticket einziehen.
FEB
16
20:54 Uhr, geschrieben von Bahnmeider
zu dumm gelaufen
Bahn fahren macht keinen Spass mehr. Aber wenn ich als Frau unterwegs bin, dann schreibe ich meinen "Mädchennamen" aufs Ticket. Und so gab es noch nie Fragen oder Probleme. Zum Glück muss ich nicht Bahn fahren, mit dem eigenen Fahrzeug ist es meistens billiger.
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