Stuttgart - Das Prachtstück der 51. Stuttgarter Antiquariatsmesse kostet in etwa so viel wie drei Einfamilienhäuser: Satte 850.000 Euro muss auf den Tisch legen, wer die liebevoll illustrierte Bologneser Prachtbibel aus dem frühen 14. Jahrhundert sein Eigen nennen möchte. Diese und andere Raritäten der Buchdruckkunst werden vom 27. bis 29. Januar beim Württembergischen Kunstverein am Stuttgarter Schlossplatz angeboten.
Einige kostspielige Stücke im Angebot
So kostspielig wie die Bibel ist kein anderes Stück, einige gehen aber trotzdem gut ins Geld. Für die rare medizinische Handschrift „Lilium medicinae“ aus dem Jahr 1332 etwa muss ein Liebhaber 185 000 Euro hinblättern, und Napoleons persönliche Ausgabe von James Macphersons „Ossian“ (1777) kostet 150 000 Euro. Passagen aus dem Buch soll der Franzose bei Reisen den Offizieren vorgetragen haben.
Die Ausstellerzahlen bei der Antiquariatsmesse sind konstant, wie der Veranstalter mitteilt. 80 Anbieter aus mehreren Ländern werden vertreten sein. Erstmals sind darunter auch Aussteller aus Italien, Ungarn und Großbritannien.
Das Dorotheen-Quartier steht in der Diskussion – Es gibt Lob für die Überarbeitung.