Anschlag in Ankara PKK: „Wissen nicht, wer das getan hat“

Von red/dpa 

Die PKK lehnt die Verantwortung für den Anschlag in Ankara ab. Foto:  
Die PKK lehnt die Verantwortung für den Anschlag in Ankara ab.Foto:  

Nach dem Anschlag auf einen Konvoi mit Bussen der türkischen Armee am Mittwochabend hat die PKK die Verantwortung für das Attentat abgelehnt. Am Donnerstag starben bei einer Explosion sechs Soldaten in der Südosttürkei.

Istanbul - Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK übernimmt keine Verantwortung für den verheerenden Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara. Der PKK-Kommandeur Cemil Bayik sagte der PKK-nahen Agentur Firat am Donnerstag: „Wir wissen nicht, wer das getan hat. Es könnte aber ein Vergeltungsschlag für die Massaker in Kurdistan gewesen sein.“

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu macht dagegen die PKK und ihren syrischen Ableger YPG für den Anschlag verantwortlich. Er sagte, ein 1992 in Syrien geborener YPG-Kämpfer habe den Anschlag in der Hauptstadt mit Unterstützung der „separatistischen Terrororganisation“ PKK in der Türkei verübt.

Sechs Soldaten am Donnerstag getötet

Unterdessen sind am Donnerstag bei einem Bombenanschlag auf die Armee in der Südosttürkei mindestens sechs Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei bei der Detonation des Sprengsatzes auf der Straße von Diyarbakir nach Lice am Donnerstag schwer verwundet worden, teilten die Streitkräfte mit.

Ziel des Anschlags sei ein Konvoi gewesen, der auf der Straße nach Sprengsätzen gesucht habe.

YPG ist bewaffneter syrischer PKK-Ableger

Bei dem Anschlag nahe des Parlaments in Ankara waren mindestens 28 Menschen getötet und 61 weitere verletzt worden. Davutoglu sagte am Donnerstag: „Gestern hat sich wieder gezeigt, dass die YPG eine Terrororganisation ist.“ Das müssten nun auch die Verbündeten erkennen.

Die YPG ist der bewaffnete syrische Ableger der PKK, die in der Türkei kämpft. Die USA unterstützen die YPG, die in Syrien gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeht.

Nach Angaben der Streitkräfte flog die türkische Luftwaffe nach dem Anschlag von Ankara Bombenangriffe auf PKK-Stellungen im Nordirak. Davutoglu sagte, dabei seien 70 PKK-Kämpfer getötet worden, darunter auch Anführer der Organisation. Die PKK steht auch in den USA und in der EU auf der Liste der Terrororganisationen.

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Kommentar zu mehr Befugnissen für Bundeswehr im Inland Flügelschlag

Von 31. August 2016 - 22:17 Uhr

Die Debatte um Gesetzesänderungen, die Polizei und Militär eine engere Zusammenarbeit im Inland ermöglichen sollen, verläuft hitzig. Warum nur? Das, worüber Bundes- und Landesregierungen reden, brächte Fortschritte ohne im Widerspruch zum Geist des Grundgesetzes zu stehen.