Anschlag auf Flüchtlingsheim in Villingen Polizei ermittelt mit Hochdruck

Von bec/dpa 

Nach dem Anschlag ermitteln 70 Beamte der Sonderkommission Container mit Hochdruck. Foto: Marc Eich
Nach dem Anschlag ermitteln 70 Beamte der Sonderkommission "Container" mit Hochdruck.Foto: Marc Eich

Nach dem Angriff mit einer Handgranate auf eine Asylunterkunft in Villingen-Schwenningen ermitteln 70 Beamte der Sonderkommission „Container“ auch am Samstag mit Nachdruck in alle Richtungen.  Das sagte ein Sprecher der Polizei in Tuttlingen am Morgen.

Villingen-Schwenningen - Nach dem versuchten Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen in der Nacht zum Freitag sucht die Polizei weiter nach den Tätern und dem Hintergrund. 70 Beamte der Sonderkommission „Container“ ermittelten auch am Samstag mit Nachdruck in alle Richtungen, sagte ein Sprecher der Polizei in Tuttlingen am Morgen.

"Wir ermitteln in alle Richtungen", so ein Sprecher der Tuttlinger Polizei am Freitagnachmittag. Denkbar sei ein "rechtsradikaler Hintergrund". Möglicherweise könne sich der Anschlagsversuch aber auch gegen die Wachleute der Erstaufnahmestelle im Schwarzwald-Baar-Kreis richten. Der Sprengkörper sei im Bereich eines Containers gefunden worden, der den Sicherheitsmitarbeitern der Unterkunft als Aufenthaltsraum diene.

Auch die Befragung der Bewohner habe bislang keine neuen Erkenntnisse ergeben.

Noch keine Verdächtigen

„Es gibt im Moment noch keinen Tatverdacht gegen eine Gruppe oder Person“, sagte der Leiter der neu gebildeten Sonderkommission „Container“, Rolf Straub, am Freitag in Villingen-Schwenningen. Befragungen in der Nachbarschaft der Asylbewerberunterkunft hätten allerdings den einen oder anderen Hinweis erbracht, der nun geprüft werde.

Unklar, ob Granate Zünder hatte

Unbekannte hatten in der Nacht zum Freitag eine mit Sprengstoff gefüllte Handgranate über den Zaun auf das Gelände der Flüchtlingsunterkunft geworfen. Der Sprengkörper explodierte nicht. Bislang ist noch unklar, ob ein Zünder verbaut war oder nicht. „Es steht fest, dass sie mit Sprengstoff gefüllt war“, sagte Johannes-Georg Roth, Leiter der Staatsanwaltschaft Konstanz, auf einer Pressekonferenz in Villingen-Schwenningen am Freitag. „Ob ein Zünder verbaut war, ist bisher nicht bekannt. Das ist die entscheidende Weichenstellung.“ Menschen kamen nicht zu Schaden.

Politiker aller demokratischen Parteien verurteilten den Anschlag in Villingen-Schwenningen scharf.

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