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Am Schnarrenberg Kälteste Nacht des Jahres

Eva Funke, vom 07.02.2012 19:45 Uhr
Mit den Tiefsttemperaturen ist es laut deutschem Wetterdienst in Stuttgart zumindest vorerst vorbei. Foto: dpa
Mit den Tiefsttemperaturen ist es laut deutschem Wetterdienst in Stuttgart zumindest vorerst vorbei. Foto: dpa
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Stuttgart - Brrr! Bereits seit einer Woche verharren nachts die Minustemperaturen im zweistelligen Bereich, zuletzt sanken sie sogar unter minus 14 Grad. Die kälteste Nacht des Jahres war vom vergangenen Sonntag auf Montag: Am Schnarrenberg wurden minus 15,4 Grad gemessen. So eiskalt war es seit 25 Jahren nicht mehr.

Kaum ist die Sonne weg und der Himmel grau, wirkt die Welt noch kälter als bisher. Doch mit den Tiefsttemperaturen ist es laut deutschem Wetterdienst in Stuttgart zumindest vorerst vorbei. Der kälteste Tag war der gestrige Dienstag mit minus 9,9 Grad am Schnarrenberg. Die kälteste Nacht wurde vom vergangenen Sonntag auf Montag gemessen; am Schnarrenberg fiel das Thermometer auf 15,4 Grad unter Null. Am Flughafen war es sogar noch ein Grad kälter, und selbst in der Stadt, an der Wetterstation im Neckartal, wurden 14 Grad unter Null erreicht.

Wolkendecke verhindert Wärmeabzug

1958 wurde mit der Aufzeichnung der Extremtemperaturen am Schnarrenberg begonnen, und seither gab es nur am 28. Dezember 1962 mit 16,6 Grad unter Null, am 5. Februar 1963 mit 17,5 Grad minus sowie am 13. Januar 1987 mit minus 21,2 Grad tiefere Temperaturen. In den zweistelligen Minusbereich abgerutscht ist das Thermometer erstmals in diesem Jahr in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar. Am Schnarrenberg wurden minus 10,6 Grad gemessen. In den darauf folgend Nächten waren es 14,3 und 14,9 Grad unter dem Nullpunkt.

Nach dem Rekordwert von minus 15,4 Grad ist die Quecksilbersäule um ein knappes Grad nach oben geklettert. „Das liegt an der dichten Wolkendecke, die den Wärmeabzug verhindert“, sagt Paul Dilger, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst Stuttgart. Da aber am Tag die wärmende Sonne fehlte, lag die Tageshöchsttemperatur am gestrigen Dienstag dennoch am niedrigsten seit Jahresbeginn. Starker Frost ist nach Auskunft der Stuttgarter Meteorologen „nichts Außergewöhnliches, jedoch über so viele Tage hinweg nicht die Regel“.

Glatteis kommt

Ebenfalls ungewöhnlich sei der abrupte Absturz von milder Witterung in die Eiseskälte. Am ersten Januar lag die Höchsttemperatur immerhin noch bei 12,9 Grad am Schnarrenberg und spielte sich bis gegen Monatsende am Tag im Plus- und nachts nur leicht im Minusbereich ab.

Von Mittwoch bis Donnerstag sollen sich laut Vorhersage die Temperaturen am Tag bei minus 5 bis minus 7 Grad und nachts zwischen 11 und 13 Grad unter Null bewegen. Statt mit Schnee rechnen die Meteorologen mit Glatteis. Von Freitag bis Sonntag soll es um zwei bis vier Grad kälter werden. Ob der bisherige Kälterekord gebrochen wird? Da wollen sich die Meteorologe nicht festlegen. Aber da der Winter aufs Ende zugeht, sei das eher unwahrscheinlich.

 

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