Eine köstliche Geschichte trägt Leserin Hildegard Jerke aus Leinfelden-Echterdingen zu unserer Schwäbisch-Serie bei.
"Mein Mann war bei der Stuttgarter Polizei. Vor einigen Jahren hat er von einem Kollegen berichtet, der - noch sehr jung an Jahren und eifrig im Dienst - seine Dienstrunden um die Bärenseen zu drehen hatte. An einer Stelle, an der Angeln verboten war, stieß er auf einen Angler, und es ergab sich folgendes Gespräch:
Polizist: ,Kennet Sie net leasa? Do isch Angla verbota. Sie händ sich strafbar g'macht, des koschtet fünf Mark!'
Angler: ,Des ha i net gseha, was uf dem Schild stoaht.'
Polizist: ,Gebete sie mir die fünf Mark!'
Der Angler zieht einen Zehn-Mark-Schein aus seinem Geldbeutel: ,I han's net kloiner!'
Polizist: ,Heidenei, ond i ka net raus-geba. Was macha mr jetzt? Wisset Se was, jetzt badet Se no, des isch au verbotta ond kostet au fünf Mark. No stimmt's dann.'
Daraufhin schob der Polizist die zehn Mark ein und ging seines Wegs. Ob der Angler noch gebadet hat, ist nicht bekannt."
Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leserin Petra Frank aus Altdorf: "Damit emmr meh emmr wenichr doa kennad, missad emmr wenichr emmr meh doa!"
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