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Alexander Klaws „Bin lieber angenehm als ein Arsch“

Bettina Hartmann, vom 18.02.2012 11:25 Uhr
Alexander Klaws als Tarzan im gleichnamigen  Musical Foto: dpa
Alexander Klaws als Tarzan im gleichnamigen Musical Foto: dpa
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Stuttgart - Alexander Klaws hat 2003 als Erster die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewonnen. Als einem der wenigen Teilnehmer ist es ihm gelungen, sich in der Musikbranche zu etablieren – als Musical-Sänger. Nun gastiert er mit der Gala „Best of Musical“ in Stuttgart.


Derzeit laufen wieder neue Folgen von „DSDS“. Schauen Sie rein?
Dafür habe ich gar keine Zeit, denn abends stehe ich meistens auf der Bühne. Außerdem schau’ ich mir lieber neue, überraschende Sendungen an. Nichts gegen Castingshows, „The Voice“ hat mir zum Beispiel gut gefallen. Von „DSDS“ läuft nun aber schon die neunte Staffel. Da packt mich nichts mehr.

Die Sendung wiederholt sich?
Für mich ist es schwierig, Kritisches über „DSDS“ zu sagen. Da heißt es gleich, der Typ steht nicht zu seinen Wurzeln. Aber ich finde, dass die erste Staffel anders war. Damals hat man sich auf Stimme, auf Talent konzentriert. Heute kommt man überspitzt gesagt nur weiter, wenn man Hartz-IV-Empfänger ist. Außerdem werden die Kandidaten absichtlich beleidigt. Natürlich geht es in der Musikbranche hart zu. Manchen muss man rechtzeitig klarmachen, dass das Singen nichts für sie ist. Das ginge auch mit Anstand und Respekt. Doch bei „DSDS“ steht die Quote im Mittelpunkt, keine ernst gemeinte Talentsuche.

Aus amerikanischen und britischen Castingshows sind international erfolgreiche Sängerinnen wie Kelly Clarkson hervorgegangen. Die Sieger der deutschen Varianten dagegen verschwinden meist schnell von der Bildfläche.
He, das habe ich jetzt aber überhört (lacht).

Worauf ich hinauswill: Sie sind einer der wenigen, der sich etabliert hat.
Danke schön! Und ich hoffe, dass auch unter den künftigen „DSDS“-Teilnehmern mal wieder jemand ist, der sich länger hält.

Haben Sie Tipps?
So vermessen bin ich nicht. Ich verlasse mich immer auf mein Bauchgefühl und mache nur das, wozu ich hundertprozentig stehe. Meine Leidenschaften sind Musik und Schauspiel. Beim Musical kann ich beides verbinden.

Ihr Engagement als Tarzan in Hamburg läuft im Oktober aus. Sieht man Sie danach wieder in einer Daily-Soap?
Das ist definitiv vorbei, obwohl ich gern mal wieder vor der Kamera stehen würde. Jetzt spiele ich erst mal den Tarzan und gehe mit „Best of Musical“ auf Tour, einer Gala, die die Zuschauer gut unterhalten und ihnen Appetit auf mehr machen soll. Außerdem werbe ich nebenher für mein Album „Für alle Zeiten“, das Ende 2011 herauskam. Ich bin also beschäftigt.

Was für Musik machen Sie denn inzwischen?
Musik muss man hören, doch wenn ich die Richtung beschreiben soll: eine Mischung aus Rock, Pop und etwas Schlager. Musik, die ein positives Gefühl vermittelt.

Ihnen haftet das Image des perfekten Schwiegersohns an. Ärgert Sie das?
Ich finde das Wort schrecklich. Aber ich bin lieber ein angenehmer Mensch als ein Arsch.


Die Gala „Best of Musical“ findet in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt: an diesem Freitag um 19 Uhr, am Samstag um 15 und 20 Uhr, am Sonntag um 14 Uhr.

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