Vor zwei Jahren, als sich Filderstadt erstmals an dem vom Verein Klimabündnis initiierten Projekt beteiligt hatte, war das ein großer Erfolg. 160 Bürger hatten daran teilgenommen. Sie legten während der dreiwöchigen Aktion insgesamt 32 388 Kilometer auf Fahrrädern zurück. Damit ließen sie die Stadt Schorndorf, mit der Filderstadt in ein Duell eingetreten war, um mehr als 9000 Kilometer hinter sich.
In diesem Jahr soll der Wettbewerb um die Radkilometer allerdings weniger verschärft ausgetragen werden. Eine Konkurrenz zwischen den teilnehmenden Städten wird es nicht mehr geben. "Das war zuviel Aufwand", erklärt Jürgen Lenz, der in Filderstadt für das "Radhaus" verantwortlich ist. Schließlich gehe es bei dem Projekt vor allem um die Umwelt. Zum Schutz des Klimas sollen möglichst viele Bürger in der Zeit zwischen 20. September und 10. Oktober vom Auto auf das Rad umsteigen.
Um trotzdem einen sportlichen Reiz zu schaffen, sollen die Teams, die gebildet werden müssen, allerdings wie vor zwei Jahren gegeneinander antreten. Jede Gruppe braucht mindestes fünf Mitglieder. Neu ist, dass der Teamkapitän nicht mehr aus dem Gemeinderat oder der Verwaltung kommen muss. "Dieses Mal können sich auch Teams in Schulen, Firmen oder Vereinen bilden", erklärt Lenz. Trotzdem werde es aber auch wieder Gruppen geben, die von Stadträten, Bürgermeistern oder von ihm selbst angeführt werden, sagt Lenz. "Ein Gedanke der Aktion ist, dass Kommunalpolitiker die Probleme der Radfahrer in der Stadt erleben."
Neu ist auch, dass die gefahrenen Kilometer im Internet protokolliert werden könen und nicht mehr ans Radhaus gemeldet werden müssen. Jürgen Lenz hofft, dass sich Sponsoren finden, die pro gefahrenem Kilometer einen Geldbetrag für einen guten Zweck spenden.