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A 81/Stuttgarter Kreuz Vierte Autobahnspur gegen Stau

Ulrich Hanselmann, vom 26.07.2010 14:25 Uhr
  Foto: Kern
Foto: Kern

Sindelfingen/Leonberg - Die Region hat ein Verkehrsproblem. Ihre Fernstraßen sind Staufallen. Die A81 Stuttgart-Singen soll deshalb von Sindelfingen-Ost bis Gärtringen dreispurig werden. Das ist die A8 vom Stuttgarter Kreuz bis hinter Leonberg schon, aber trotzdem herrscht hier häufig Stillstand. Nun gibt es etwas Hoffnung.

Die Strecke vom Autobahnkreuz Stuttgart bei Sindelfingen nach Leonberg ist eine der berüchtigten Staufallen in der Region. Am Leonberger Dreieck trennt sich der Verkehr in die Richtungen Karlsruhe und Heilbronn. Auf diesem Abschnitt der A8 - vom Kreuz bis zur Anschlussstelle Leonberg-Ost - soll es aber künftig besser laufen. Hier wird es in einigen Jahren voraussichtlich eine vierte Spur geben. Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) jedenfalls hat einen sogenannten Vorentwurf für den Ausbau der 4,4 Kilometer langen Strecke gemacht.

Die jüngste Verkehrszählung auf diesem A-8-Abschnitt stammt aus dem Jahr 2005. Das Ergebnis: 130.000 Fahrzeuge in 24 Stunden, davon 20.600 Lastwagen. Eine Prognose für 2020 geht von 150.000 aus, davon fast 32.000 Laster. Wer heute die Strecke in Zeiten des Berufsverkehrs fahren muss, weiß: Freie Fahrt ist hier die Ausnahme, Stau oder zumindest stockender Verkehr die Regel. Es ballt sich am Autobahnkreuz, wo der Verkehr aus Richtung München (A8), Singen (A81) und aus Stuttgart-Vaihingen (A831) zusammentrifft.

Von einem vierspurigen Autobahnausbau ist bei der Stuttgarter Planungsbehörde allerdings nicht die Rede. Dort spricht man von einem Verflechtungsstreifen. Damit sollen die auf der A8 zum Autobahndreieck Leonberg strebenden Auto- und Lastwagenfahrer schon frühzeitig in die richtigen Bahnen geleitet werden. Wer in Leonberg-Ost abfahren möchte oder Richtung Heilbronn will, sollte dann ab dem Kreuz Stuttgart die beiden rechten Fahrspuren bevorzugen, wer als Ziel die Richtung Karlsruhe hat, eher die linken.

Kommentare (2)
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JUL
26
22:18 Uhr, geschrieben von Ufermann
Verflechtungsstreifen vs. Lichthupe
Die Mercedes-Anzeige mit dem lichthupenden Stern passt sehr gut zum Thema. Das Verflechten der Verkehrsströme, das heißt das Regeln des Verkehrsflusses, ist nur möglich, wenn Alle sich den Regeln unterwerfen. Genau vor und an diesem Kreuz nutzen die 'Fahrzeugarten' ihre strategischen Vorteile gnadenlos. Sie bremsen die Langsameren und Ortsfremden gnadenlos aus, um sich dann aber gruppenspezifisch auszutricksen. - Letztlich ist es egal, wer wen übertölpelt: Abbremsen verdichtet den Verkehr, führt zu Staus. Darin stehen dann auch die Oberschlauen; und zwar staut sich der Verkehr mit rund 15 km/h gegen die Fahrtrichtung. Die Planungsbehörden, die die optimalen Kapazitäten der Straßen kennen, müssen den Verkehrsfluss lenken dürfen (...). Eher muss den Transporten eine eigene Trasse gegeben werden. Einfacher: Die Schienentrassen werden intensiver genutzt, etwa mit Güterbahnhofabzweigungen. Das heißt, die Infrastrukturen, die vor Jahrzehnten abgebaut wurden, müssen wieder aufgebaut werden. Das Chaos von allen und in alle Richtungen am Stuttgarter Kreuz werden in wenigen Jahren sogar diejenigen peinlich finden, die heute das Thema nur nonverbal 'ausleuchten' können.
JUL
26
21:38 Uhr, geschrieben von Liberty
Ich würde mich freuen
wenn endlich mal die Flickschusterei beim Straßenbau aufhören würde. Hier wird mal um eine Spur erweitert, dann wieder dort und immer nur auf ein paar Kilometern. Dabei nimmt der Staat aus Mineralölsteuer und Kfz-Steuer mWn mehr als 30 Mrd. Euro jedes Jahr ein, investiert aber weniger als 20 Mrd. in Straßen. Geld wird aus dem Verkehrsbereich also genug generiert, aber ein großer Teil wird an anderer Stelle verplempert. Würde man die Einnahmen aus besagten Steuern für A- und B-Strassen verwenden, so könnte man sicherlich alle Autobahnen unisono um eine Spur pro Fahrtrichtung erweitern, womit auch endlich die offensichtlich für die Bewältigung des Verkehrs benötigte Kapazität geschaffen würde. So, und jetzt lieber Politiker, reden wir mal Tacheles: Wo verplempert ihr unser gutes Geld, das ihr von uns abpresst!?!?


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