Sindelfingen/Leonberg - Die Region hat ein Verkehrsproblem. Ihre Fernstraßen sind Staufallen. Die A81 Stuttgart-Singen soll deshalb von Sindelfingen-Ost bis Gärtringen dreispurig werden. Das ist die A8 vom Stuttgarter Kreuz bis hinter Leonberg schon, aber trotzdem herrscht hier häufig Stillstand. Nun gibt es etwas Hoffnung.
Die Strecke vom Autobahnkreuz Stuttgart bei Sindelfingen nach Leonberg ist eine der berüchtigten Staufallen in der Region. Am Leonberger Dreieck trennt sich der Verkehr in die Richtungen Karlsruhe und Heilbronn. Auf diesem Abschnitt der A8 - vom Kreuz bis zur Anschlussstelle Leonberg-Ost - soll es aber künftig besser laufen. Hier wird es in einigen Jahren voraussichtlich eine vierte Spur geben. Das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) jedenfalls hat einen sogenannten Vorentwurf für den Ausbau der 4,4 Kilometer langen Strecke gemacht.
Die jüngste Verkehrszählung auf diesem A-8-Abschnitt stammt aus dem Jahr 2005. Das Ergebnis: 130.000 Fahrzeuge in 24 Stunden, davon 20.600 Lastwagen. Eine Prognose für 2020 geht von 150.000 aus, davon fast 32.000 Laster. Wer heute die Strecke in Zeiten des Berufsverkehrs fahren muss, weiß: Freie Fahrt ist hier die Ausnahme, Stau oder zumindest stockender Verkehr die Regel. Es ballt sich am Autobahnkreuz, wo der Verkehr aus Richtung München (A8), Singen (A81) und aus Stuttgart-Vaihingen (A831) zusammentrifft.
Von einem vierspurigen Autobahnausbau ist bei der Stuttgarter Planungsbehörde allerdings nicht die Rede. Dort spricht man von einem Verflechtungsstreifen. Damit sollen die auf der A8 zum Autobahndreieck Leonberg strebenden Auto- und Lastwagenfahrer schon frühzeitig in die richtigen Bahnen geleitet werden. Wer in Leonberg-Ost abfahren möchte oder Richtung Heilbronn will, sollte dann ab dem Kreuz Stuttgart die beiden rechten Fahrspuren bevorzugen, wer als Ziel die Richtung Karlsruhe hat, eher die linken.