Die Sprachregelung der Straßenplaner ändert aber nichts daran, dass die 4,4 Kilometer lange Strecke dann vierspurig ist. So wie in der Gegenrichtung, wo es vom Dreieck Leonberg bis zum Kreuz Stuttgart bereits einen Verflechtungsstreifen gibt.
Für den Ausbau müssten Brücken verbreitet werden. Das macht ihn teuer. Das Regierungspräsidium rechnet mit Kosten von gut zwölf Millionen Euro. Die Behörde stellt die Pläne derzeit den betroffenen Kommunen vor. Sie betreffen die Markungen von Stuttgart, Sindelfingen, Magstadt und Leonberg. Auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange, darunter Forstverwaltung und Naturschutzverbände, werden nach ihren Meinungen gefragt.
Wenn über den Vorentwurf Einigkeit herrscht, kann aber noch lange nicht gebaut werden. Das Bundesverkehrsministerium muss zustimmen, erst danach kann das Baugenehmigungsverfahren beginnen. Ist es beendet, beginnt der meist lange Kampf um die Millionen aus Berlin. Ein RP-Sprecher meint: "Es dauert noch einige Jahre."
Auf der A81 Stuttgart-Singen tut sich früher etwas. Hier, so hat es Umwelt-Verkehrsministerin Tanja Gönner angekündigt, wird in diesem Herbst der dreispurige Ausbau des Abschnitts von Böblingen-Ost bis Gärtringen beginnen. Der offizielle Spatenstich war zwar schon im Juli 2009, doch danach stand der mit 44 Millionen Euro veranschlagte Ausbau wegen der Finanzierung noch einmal auf der Kippe. Das Teilstück Sindelfingen-Ost bis Böblingen-Hulb mit dem 850 Meter langen Deckel (ca. 160 Millionen Euro) wird vom RP gerade geplant. Die Baugenehmigung soll Mitte 2012 vorliegen.
Das Dorotheen-Quartier steht in der Diskussion – Es gibt Lob für die Überarbeitung.