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A 81/Stuttgarter Kreuz Der Ausbau dauert noch einige Jahre

Ulrich Hanselmann, vom 26.07.2010 14:25 Uhr
  Foto: Kern
Foto: Kern

 

Die Sprachregelung der Straßenplaner ändert aber nichts daran, dass die 4,4 Kilometer lange Strecke dann vierspurig ist. So wie in der Gegenrichtung, wo es vom Dreieck Leonberg bis zum Kreuz Stuttgart bereits einen Verflechtungsstreifen gibt.

Für den Ausbau müssten Brücken verbreitet werden. Das macht ihn teuer. Das Regierungspräsidium rechnet mit Kosten von gut zwölf Millionen Euro. Die Behörde stellt die Pläne derzeit den betroffenen Kommunen vor. Sie betreffen die Markungen von Stuttgart, Sindelfingen, Magstadt und Leonberg. Auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange, darunter Forstverwaltung und Naturschutzverbände, werden nach ihren Meinungen gefragt.

Wenn über den Vorentwurf Einigkeit herrscht, kann aber noch lange nicht gebaut werden. Das Bundesverkehrsministerium muss zustimmen, erst danach kann das Baugenehmigungsverfahren beginnen. Ist es beendet, beginnt der meist lange Kampf um die Millionen aus Berlin. Ein RP-Sprecher meint: "Es dauert noch einige Jahre."

Auf der A81 Stuttgart-Singen tut sich früher etwas. Hier, so hat es Umwelt-Verkehrsministerin Tanja Gönner angekündigt, wird in diesem Herbst der dreispurige Ausbau des Abschnitts von Böblingen-Ost bis Gärtringen beginnen. Der offizielle Spatenstich war zwar schon im Juli 2009, doch danach stand der mit 44 Millionen Euro veranschlagte Ausbau wegen der Finanzierung noch einmal auf der Kippe. Das Teilstück Sindelfingen-Ost bis Böblingen-Hulb mit dem 850 Meter langen Deckel (ca. 160 Millionen Euro) wird vom RP gerade geplant. Die Baugenehmigung soll Mitte 2012 vorliegen.

Kommentare (2)
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JUL
26
22:18 Uhr, geschrieben von Ufermann
Verflechtungsstreifen vs. Lichthupe
Die Mercedes-Anzeige mit dem lichthupenden Stern passt sehr gut zum Thema. Das Verflechten der Verkehrsströme, das heißt das Regeln des Verkehrsflusses, ist nur möglich, wenn Alle sich den Regeln unterwerfen. Genau vor und an diesem Kreuz nutzen die 'Fahrzeugarten' ihre strategischen Vorteile gnadenlos. Sie bremsen die Langsameren und Ortsfremden gnadenlos aus, um sich dann aber gruppenspezifisch auszutricksen. - Letztlich ist es egal, wer wen übertölpelt: Abbremsen verdichtet den Verkehr, führt zu Staus. Darin stehen dann auch die Oberschlauen; und zwar staut sich der Verkehr mit rund 15 km/h gegen die Fahrtrichtung. Die Planungsbehörden, die die optimalen Kapazitäten der Straßen kennen, müssen den Verkehrsfluss lenken dürfen (...). Eher muss den Transporten eine eigene Trasse gegeben werden. Einfacher: Die Schienentrassen werden intensiver genutzt, etwa mit Güterbahnhofabzweigungen. Das heißt, die Infrastrukturen, die vor Jahrzehnten abgebaut wurden, müssen wieder aufgebaut werden. Das Chaos von allen und in alle Richtungen am Stuttgarter Kreuz werden in wenigen Jahren sogar diejenigen peinlich finden, die heute das Thema nur nonverbal 'ausleuchten' können.
JUL
26
21:38 Uhr, geschrieben von Liberty
Ich würde mich freuen
wenn endlich mal die Flickschusterei beim Straßenbau aufhören würde. Hier wird mal um eine Spur erweitert, dann wieder dort und immer nur auf ein paar Kilometern. Dabei nimmt der Staat aus Mineralölsteuer und Kfz-Steuer mWn mehr als 30 Mrd. Euro jedes Jahr ein, investiert aber weniger als 20 Mrd. in Straßen. Geld wird aus dem Verkehrsbereich also genug generiert, aber ein großer Teil wird an anderer Stelle verplempert. Würde man die Einnahmen aus besagten Steuern für A- und B-Strassen verwenden, so könnte man sicherlich alle Autobahnen unisono um eine Spur pro Fahrtrichtung erweitern, womit auch endlich die offensichtlich für die Bewältigung des Verkehrs benötigte Kapazität geschaffen würde. So, und jetzt lieber Politiker, reden wir mal Tacheles: Wo verplempert ihr unser gutes Geld, das ihr von uns abpresst!?!?


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