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26-Jähriger schwer verletzt Kampf gegen Flammen und Frost

Thomas Krämer, vom 07.02.2012 08:00 Uhr
Bei dem Feuer an der Seilerstraße entstand ein Schaden von mindestens 100 000 Euro. Das Dachgeschoss und der Dachstuhl hatten in Flammen gestanden. Foto: Thomas Krämer
Bei dem Feuer an der Seilerstraße entstand ein Schaden von mindestens 100 000 Euro. Das Dachgeschoss und der Dachstuhl hatten in Flammen gestanden. Foto: Thomas Krämer

Steinenbronn - Gerade einmal etwas mehr als 24 Stunden nach der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Steinenbronn, bei der von einem „ruhigen Jahr 2011“ gesprochen worden war, wurden die Einsatzkräfte in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem schweren Brand an der Seilerstraße gerufen.

„Wir sind gegen 23.30 alarmiert worden“, sagte Thomas Wiecker. Die Steinenbronner Feuerwehr rückte nach Worten ihres Kommandanten mit insgesamt vier Fahrzeugen, darunter zwei Löschgruppenfahrzeugen aus. Angesichts der Schwere des Brandes wurden weitere Hilfskräfte angefordert. Aus Waldenbuch und Schönaich kamen jeweils ein weiteres Löschgruppenfahrzeug, aus Sindelfingen fuhr der Gerätewagen Atemschutz vor. Die Feuerwehr aus Leinfelden unterstützte ihre Steinenbronner Kameraden mit dem Drehleiterfahrzeug.

Flammen greifen auf den Dachstuhl über

„Wir haben den Brand mit insgesamt zwölf Atemschutztrupps bekämpft“, berichtete Wiecker. Dabei wurden die Flammen sowohl vom Inneren des Gebäudes als auch von außen über die Drehleiter bekämpft. Trotzdem konnte von den Wehrleuten nicht verhindert werden, dass die Flammen vom Dachgeschoss auf den nicht ausgebauten Dachstuhl übergriffen. Gegen 1 Uhr sei der Brand allerdings unter Kontrolle gewesen, so Thomas Wiecker. Anschließend begannen die Nachlöscharbeiten, die sich bis in die frühen Morgenstunden hinzogen.

Wiecker bescheinige den insgesamt 60 Feuerwehrleuten und den 25 Rot-Kreuz-Helfern eine hervorragende Arbeit und hob dabei die sehr gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aus den verschiedenen Kommunen hervor. Außer den Flammen war in dieser eiskalten Nacht der scharfe Frost der Gegner der Feuerwehrleute. Er sorgte dafür, dass das Wasser in den Rohren gefror. „Nicht beim eigentlichen Einsatz, aber danach“, sagte Wiecker.

Einfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar

Bei dem Feuer wurde ein 26-jähriger Mann schwer verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei stand dieser unter Alkoholeinfluss, hatte aber das brennende Gebäude noch selbst verlassen können. Ein weiterer Bewohner kam nicht zu Schaden.

Das Feuer brach nach ersten Erkenntnissen im Schlafzimmer des Verletzten aus, die Ursache ist jedoch noch nicht geklärt. Am Gebäude entstand ein Sachschaden von mindestens 100 000 Euro. Das Einfamilienhaus ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar, da das Löschwasser bis in das Erdgeschoss vordrang. Der nicht verletzte Bewohner kam nach Worten Wieckers bei Bekannten unter.

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