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Was besonders ärgerlich war: Vier Minuten zuvor hatte sich Shinji Okazaki als fairer Sportsmann gezeigt. Der Japaner ließ sich trotz eines Fouls von 05-Keeper Christian Wetklo nicht fallen, der Pfiff blieb aus. "Ich verlange von meinen Spielern, dass sie stehenbleiben", lobte VfB-Trainer Bruno Labbadia Okazakis Fairness.
Insgesamt hatten sich die Roten die Niederlage gegen die seit neun Spielen sieglosen Mainzer selbst zuzuschreiben. "Wir sind anscheinend ein guter Aufbaugegner", sagte Martin Harnik: "Das hat man ja auch schon gegen den HSV gesehen." Das Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten verloren die Roten am siebten Spieltag mit 1:2
Schon in der ersten Hälfte war der FSV, das engagiertere und konsequentere Team. Die Roten dagegen waren im Vergleich zum Fußballfest gegen Meister Dortmund am vergangenen Samstag (1:1) nicht wiederzuerkennen. Viele Aktionen wirkten schlampig und undurchdacht, immer wieder fehlte die Konzentration, die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Die beste Möglichkeit für den VfB hatte Cacau nach einem Freistoß von Tamas Hajnal (25.). Auf der anderen Seite hatten die Mainzer nach 36 Minuten die Riesenchance zur Führung: VfB-Keeper Sven Ulreich war schon geschlagen, Verteidiger Khalid Boulahrouz kratzte den Schuss in höchster Not noch von der Linie.
Nach der Pause wurden die 30.000 Zuschauer für die höhepunktarme erste Hälfte entschädigt. Zunächst die VfB-Fans unter ihnen. Hajnal schickte Harnik auf die Reise, der sah Cacau, flankte und der Brasilianer vollendete zum 1:0 (50.). Wer jetzt aber glaubte, der Tabellensechste würde die Partie nun souverän zu Ende spielen und sich auf Tabellenplatz zwei katapultieren, der irrte. Nur drei Minuten später sah Maza nicht gut aus, Anthony Ujah machte das 1:1. Der umstrittene Elfmeter drehte die Partie und Anthony Ujah machte in der 64. Minute nach einem Patzer von Cristian Molinaro alles klar. Dass Eugen Polanski nach einem üblen Foul am eingewechselten Christoph Hemlein noch Rot sah (84.), störte die Mainzer nicht mehr besonders - passte aber nach Ansicht der VfB-Profis ins Bild. "Da hätte es auch Gelb getan", sagte Harnik. "Heute muss sich auch der Schiedsrichter hinterfragen." Cacau wollte die Schuld aber nicht allein beim Unparteiischen suchen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte er. Eine Spitzenmannschaft hätte sich den Sieg nach einer Führung gegen Mainz wohl nicht mehr nehmen lassen.