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1:3 in Mainz Seite 2: Okazaki fällt nicht - und Mainz bekommt den Elfer

Von Marco Seliger aus Mainz, vom 04.11.2011 22:12 Uhr
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 Foto: dpa
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Was besonders ärgerlich war: Vier Minuten zuvor hatte sich Shinji Okazaki als fairer Sportsmann gezeigt. Der Japaner ließ sich trotz eines Fouls von 05-Keeper Christian Wetklo nicht fallen, der Pfiff blieb aus. "Ich verlange von meinen Spielern, dass sie stehenbleiben", lobte VfB-Trainer Bruno Labbadia Okazakis Fairness.

Insgesamt hatten sich die Roten die Niederlage gegen die seit neun Spielen sieglosen Mainzer selbst zuzuschreiben. "Wir sind anscheinend ein guter Aufbaugegner", sagte Martin Harnik: "Das hat man ja auch schon gegen den HSV gesehen." Das Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten verloren die Roten am siebten Spieltag mit 1:2

Schon in der ersten Hälfte war der FSV, das engagiertere und konsequentere Team. Die Roten dagegen waren im Vergleich zum Fußballfest gegen Meister Dortmund am vergangenen Samstag (1:1) nicht wiederzuerkennen. Viele Aktionen wirkten schlampig und undurchdacht, immer wieder fehlte die Konzentration, die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Die beste Möglichkeit für den VfB hatte Cacau nach einem Freistoß von Tamas Hajnal (25.). Auf der anderen Seite hatten die Mainzer nach 36 Minuten die Riesenchance zur Führung: VfB-Keeper Sven Ulreich war schon geschlagen, Verteidiger Khalid Boulahrouz kratzte den Schuss in höchster Not noch von der Linie.

Nach der Pause wurden die 30.000 Zuschauer für die höhepunktarme erste Hälfte entschädigt. Zunächst die VfB-Fans unter ihnen. Hajnal schickte Harnik auf die Reise, der sah Cacau, flankte und der Brasilianer vollendete zum 1:0 (50.). Wer jetzt aber glaubte, der Tabellensechste würde die Partie nun souverän zu Ende spielen und sich auf Tabellenplatz zwei katapultieren, der irrte. Nur drei Minuten später sah Maza nicht gut aus, Anthony Ujah machte das 1:1. Der umstrittene Elfmeter drehte die Partie und Anthony Ujah machte in der 64. Minute nach einem Patzer von Cristian Molinaro alles klar. Dass Eugen Polanski nach einem üblen Foul am eingewechselten Christoph Hemlein noch Rot sah (84.), störte die Mainzer nicht mehr besonders - passte aber nach Ansicht der VfB-Profis ins Bild. "Da hätte es auch Gelb getan", sagte Harnik. "Heute muss sich auch der Schiedsrichter hinterfragen." Cacau wollte die Schuld aber nicht allein beim Unparteiischen suchen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte er. Eine Spitzenmannschaft hätte sich den Sieg nach einer Führung gegen Mainz wohl nicht mehr nehmen lassen.

 

Kommentare (31)
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NOV
07
10:49 Uhr, geschrieben von fritzle1893
@Neutraler
Schon mal selber Fussball gespielt? Also ich wäre von der Mannschaft und dem Trainer enttäuscht, wenn sie nach dem Spiel völlig emotionslos in die Kabine gegangen wären und das Spiel mit einem "Fehler passieren halt, da kann man nix machen" abgehakt hätten. Es ist ja nicht so, dass der Schiri nur das Foul an Okazaki nicht gesehen oder beim Pfiff für Mainz ein Foul erkannt haben will. Es ist die Kombination aus beidem, d.h. auf der einen Seite trotz hartem Check keinen Elfer zu geben und keine 5 Minuten später auf der anderen Seite auf den Punkt zeigen, obwohl alle Beteiligten weiter spielen und keiner reklamiert. Wenn jetzt wieder das Argument kommt, Okazaki hätte sich fallen lassen müssen, dann frage ich mich, warum so viele über Gebhart und seinen Hang zur Fallsucht schimpfen? Der Mainzer musste sich nicht fallen lassen, um einen Strafstoss zu bekommen... Haben Sie nach dem Nürnberg-Spiel eigentlich auch einen Kommentar geschrieben und sich über Trainer Dieter Hecking beschwert, der sich weit nach Schlusspfiff über die vermeintliche Fehlentscheidung des Schiris aufgeregt hat? Herr winkmann konnte ja nicht mal nach Studium der Fernsehbilder offen zugeben, dass der Elfer für Mainz unberechtigt war ("Bilder geben es nicht her"). Wenn Labbadia sagt, sie hätten sich bereits in der Halbzeit über die einseitige Pfeiferei zugunsten von Mainz beschwert, dann kann ich verstehen, dass die Mannschaft aufgebracht ist, wenn der Schiri in der entscheidenden Phase des Spiels spielentscheidend eingreift. Nichtsdestotrotz muss der VfB solch ein Spiel bei der jeweiligen Ausgangslage vor dem Spiel auch so gewinnen. Da war der Auftritt der Spieler sicherlich nicht toll. Ich habe nur was dagegen, wenn bei Entscheidungen zugunsten des VfB stets von Fehlentscheidungen gesprochen wird (Nürnberg, Dortmund), während selbst bei offensichtlichen Benachteiligungen des VfB von "strittigen" Entscheidungen die Rede ist und die Schiris in Schutz genommen werden (Gladbach, Hertha, Mainz). Das diese keine Engel sind sollte nach Hoyzer, Amerell/Kempter und der aktuellen Steuerhinterziehungsgeschichte auch klar sein...
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NOV
07
09:19 Uhr, geschrieben von Sternle
" a Gschmäckle"!!!
In einem Spiel 3 krasse Elfer-Fehlentscheidungen, sieht man selten. 2 glasklare Elfer für uns nicht gegeben, einen für Mainz gegeben die nie einer war. Nun könnte man sagen, daß der Schiri eben nen schlechten Tag hatte und wir auch schon nen Elfer zugesprochen bekamen, der keiner war und sich alles innerhalb einer Saison ausgleicht. In Zeiten, wo man aber (leider) auf Fußballspiele Geld wetten kann, haben solch eklatante Fehlentscheidungen für mich immer " a Gschmäckle"!!! Sind bei diesem Spiel vielleicht irgendwo auf der Welt hohe Summen gewettet worden???
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NOV
07
08:34 Uhr, geschrieben von Realist
Nicht Jammern
Letzte Woche gegen Dortmund mit einer SR-Entscheidung noch glück gehabt, aber diese Woche nicht. Das gleicht sich ja über eine Saison ja aus. In Freiburg und Lautern hatten wir ja schon zwei mal großes Glück dass wir gewonnen haben. Wir sind nicht besser! Ohne wenn und aber!!!
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