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1:2 gegen die Bayern Der VfB verliert im Südgipfel nicht nur Molinaro

dapd, vom 11.12.2011 19:11 Uhr
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Stuttgart - Nüchternheit und Effizienz haben dem FC Bayern München so gut wie sicher die 17. Herbstmeisterschaft in der Bundesliga beschert. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gewann am Sonntagabend beim VfB Stuttgart durch zwei Tore von Mario Gomez (13./53.) mit 2:1 (1:1) und kann von Borussia Dortmund vor der Winterpause theoretisch nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses vom ersten Platz verdrängt werden.

Lesen Sie hier die Partie gegen die Bayern in unserem Minutenprotokoll nach

Christian Gentner hatte die fast 60 Minuten in Unterzahl spielenden Schwaben zunächst vor 60.469 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena mit 1:0 in Führung gebracht (6.). „Durch den Platzverweis war klar, dass die Bayern das Spiel im Griff hatten. Wir hatten die eine oder andere Möglichkeit, hätten den Ausgleich noch irgendwie machen können. Aber darüber, dass Bayern die bessere Mannschaft war, brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagte Gentner dem Sender Sky nach dem Spiel. Die Stuttgarter begannen abwartend, fast zu defensiv im eigenen Stadion.

Beim VfB durfte Julian Schieber von Beginn an ran

Gegenüber dem Spiel gegen Köln (2:2) änderte Labbadia seine Elf auf zwei Positionen. Erstmals von Beginn an in dieser Saison spielte im Sturm Julian Schieber anstelle von Cacau. Neu im Team war auch Timo Gebhart, es war ebenfalls das erste Spiel für den Mittelfeldspieler in der Startformation. Bei den Bayern gab es dagegen keine Überraschungen. Arjen Robben und Toni Kroos waren nach ihrer Grippe wieder fit und standen ebenso in der Startelf wie die auch genesenen Mario Gomez und Thomas Müller.

Erste Riesenchance vergeben Robben und Gomez

Die erste Chance im Spiel hatten die Bayern in der fünften Minute - und es war gleich eine richtig gute. Robben hatte VfB-Torhüter Sven Ulreich bereits ausgespielt, der Niederländer hätte den Ball mit rechts ins leere Tor schieben können. Doch der sonst oft eigensinnige Robben entschied sich für den Pass auf Gomez. Aber der rutschte am Ball vorbei. Wie so oft im Fußball rächte sich diese Schludrigkeit: Nur 60 Sekunden nach der Riesenmöglichkeit von Gomez köpfte Martin Harnik eine Flanke von Linksverteidiger Cristian Molinaro in die Mitte, wo der heranstürzende Christian Gentner aus acht Metern zum 1:0 traf. Es war bereits das dritte Tor für den Kapitän innerhalb einer Woche.

Der FC Bayern war in einem intensiven Spiel die überlegene Mannschaft

Das Spiel blieb intensiv, das Tempo hoch - und der FC Bayern überlegen. Nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Rafinha war Gomez einen Wimpernschlag eher am Ball als Tasci: Und es stand 1:1. Für den Nationalspieler war es bereits das sechste Tor im fünften Pflichtspiel gegen seinen Ex-Klub - und der 14. Treffer in dieser Saison. Nach knapp einer halben Stunde rückte dann erneut Molinaro in den Blickpunkt. Der Italiener hatte innerhalb von fünf Minuten den flinken Robben zweimal gefoult. Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte unter dem großen Protest Molinaros Gelb-Rot. Für ihn verteidigte in der Folge Gebhart auf der linken Seite.

Toni Kroos hatte nach dem Seitenwechsel die Chance zum 2:1

„Es geht hart zu. Das weiß man. Es ist deshalb unnötig, hier zweimal Gelb zu ziehen“, sagte VfB-Manager Fredi Bobic in der Pause. Nach dem Seitenwechsel hätte Toni Kroos die Möglichkeit zum 2:1. Doch Ulreich parierte den Weitschuss des Nationalspielers, der diesmal auf der für ihn eher ungeliebten Sechserposition ran musste. Dass es der 21-Jährige auch hier versteht, den entscheidenden Pass zu spielen, zeigte er sieben Minuten später. Sein perfekt getimtes Zuspiel auf Philipp Lahm nahm der Linksverteidiger dankend an, um gleich weiter auf Gomez in den Rücken der VfB-Abwehr zu spielen: Der Nationalstürmer hatte wenig Mühe zum 2:1, seinem 15. Saisontor, zu vollenden. Es war nun das Spiel, wie es sich die Gäste aus München gewünscht hatten. In Führung liegend, ließen sie Ball und Gegner geschickt laufen, ohne sich groß verausgaben zu müssen. Doch fast hätte sich diese Spielweise gerächt. Der eingewechselte Cacau hatte zwei Chancen von bester Qualität. Bei der ersten klärte Gomez auf der Linie (78.), bei der zweiten ging Cacaus Volleyschuss nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Daniel van Buyten über das Tor.

Kommentare (16)
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DEZ
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20:29 Uhr, geschrieben von DD
@Maultäschle
Wie hat denn der Vfb in Wolfsburg gespielt?? Upps, wieder mal verloren...bestimmt war der böse böse Schiedsrichter wieder schuld :-)
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DEZ
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18:54 Uhr, geschrieben von Lupo
@ Mautäschle
Über was reden wir hier eigentlich? Wie wer reagiert hätte, wenn wer auch immer einen vom Platz gestellt hätte und daraufhin rot angelaufen wäre???? Meiner Meinung nach ist Fakt: Molinaro stellte sich dämlich an, kassierte die Gelb-Rote-Karte; die Entscheidung war vertretbar. Davon zu trennen ist die miese Schauspielerleistung von Robben. Vermutlich hätte unser VfB auch mit Molinaro verloren. Worüber wir uns allerdings wirklich Gedanken machen sollten, ist die Entwicklung unserer Mannschaft. Die sportliche Qualität ist einfach nur schrecklich. Bin mal gespannt, ob endlich eigene Nachwuchsleute - ich hoffe doch, dass 2-3 vorhanden sind, die die nötige Bundesligatauglichkeit mitbringen - eine Chance bekommen.
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DEZ
13
07:21 Uhr, geschrieben von Maultäschle
@DD
Ein Schmarrn was hier teilweise in einer Scheinheiligkeit geschrieben wird. Wäre ein Bayern Spieler für diese Aktion nach 30 Minuten marschiert, wären Hoeneß mit knallrotem Köpfle und Rummenigge wieder verbal Amok gelaufen. Dank Robbens Showeinlage war das Spiel ja dann vorzeitig entschieden. Ich kann mich noch gut erinnern wie den Herren bei Schauspieleinlagen eines Pippo Inzaghi die zornesröte im Gesicht stand, aber bei Herr Robben ist es Okay. Nicht vergessen Molinaro hat auch den Ball gespielt. Fans des FCB waren immer Stolz darauf Spieler in Ihren Reihen zu haben die anderen einfach mal das Schienbein wegtreten wenn es mal nicht läuft.( In der Vergangenheit Effenberg, van Bommel etc.) Auf der anderen Seite haben Sie dann Spieler die über den Platz kullern als hätte Sie ein Zug erfasst. Genau das ist Scheinheilig lieber DD.
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