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1:0 gegen den 1. FC Köln Der nächste Titelschritt von Borussia Dortmund

dpa, vom 05.03.2011 11:27 Uhr
BVB-Trainer Jürgen Klopp jubelt mit Maskottchen Emma. Foto: dpa
BVB-Trainer Jürgen Klopp jubelt mit Maskottchen Emma. Foto: dpa

Dortmund - Der Vorsprung wächst, die Konkurrenz resigniert, die Fachwelt applaudiert: Borussia Dortmund eilt im Rekordtempo Richtung Titel. Nach dem 1:0 (1:0) über den 1. FC Köln schickt sich der souveräne Tabellenführer an, sich zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt die siebte deutsche Meisterschaft zu sichern.

Eine Woche nach dem brillanten Auftritt im Spitzenspiel beim FC Bayern München brannte die frühreife Rasselbande von Trainer Jürgen Klopp vor 80.700 Zuschauern im Signal Iduna Park diesmal zwar kein Fußball-Feuerwerk ab, kam aber durch das Tor von Roman Lewandowski (44.) zu einem ungefährdeten Erfolg. Dagegen verging den Kölnern nach dem Ende der Erfolgsserie mit zuletzt vier Spielen ohne Niederlage am Freitagabend die Vorfreude auf das Karnevalswochenende.

„Die Mannschaft dreht am großen Rad weiter. Das war eines der verdientesten 1:0 aller Zeiten“, sagte Klopp angesichts der großen Dominanz seines Teams. Auch der am Rücken verletzte Verteidiger Mats Hummels sah von der Tribüne ein überlegenes BVB-Team. „Es ist skurril, dass wir nur 1:0 gewonnen haben“, sagte der Nationalspieler. „Drei Punkte haben wir geholt, und die sind sehr wichtig“, sagte Nuri Sahin. „Der Traum geht weiter“, betonte der türkische Auswahlakteur.

"Unterm Strich nehmen wir aus dem Spiel auch Positives mit"

Kölns Trainer Frank Schaefer erkannte die Überlegenheit des Kontrahenten an. „Wir haben sehr viel Gegendruck bekommen. Unterm Strich nehmen wir aus dem Spiel auch Positives mit“, sagte der Coach. „Man kann hier besser aussehen, als der 1. FC Köln ausgesehen hat. Wenn man etwas holen will, muss nicht nur der Torwart einen guten Tag erwischen“, sagte FC-Sportdirektor Volker Finke. Mit 29 Punkten verharren die Kölner mit knappen Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Anders als in den vergangenen Heimspielen begann der mit 61 Punkten in der Tabelle vor den am Samstag aktiven Verfolgern aus Leverkusen (46), Hannover (44) und München (42) enteilte BVB diesmal ungewohnt verhalten. Bis auf den vom sehr guten FC-Keeper Michael Rensing parierten Freistoß von Neven Subotic (10.) blieben Chancen zunächst Mangelware. Gegen die dicht gestaffelte und von Trainer Frank Schaefer gut eingestellte Kölner Abwehr fand der BVB bei aller Dominanz lange nicht zur gewohnten Spielkultur.

Gleichwohl bot sich den Gastgebern die Möglichkeit zur frühen Führung: Als Rensing bereits geschlagen war, klärte Kevin Pezzoni bei einem Schuss von Lucas Barrios (18.) aus kurzer Distanz in höchster Not kurz vor der Torlinie. Erst danach erhöhte der Spitzenreiter das Tempo. Ein Kopfball von Abwehrspieler Santana (31.) nach Ecke von Sahin parierte Rensing prächtig. Kurz vor der Halbzeit wurde die Borussia für ihre Überlegenheit doch noch belohnt. Lewandowski nahm an der Strafraumgrenze gekonnt Maß und sorgte mit seinem sechsten Saisontreffer für die verdiente Führung.

Mats Hummel konnte nicht spielen

Die Dortmunder Deckung wurde auch ohne Manndecker Hummels, der beim morgendlichen Aufwärmtraining über muskuläre Probleme geklagt hatte, kaum gefordert. Gegen die zu passiven Kölner musste der wiedergenesene BVB-Keeper Roman Weidenfeller nur bei einem Schuss von Milivoje Novakovic (9.) eingreifen.

Erst nach Wiederanpfiff wurde der FC mutiger. Zunächst boten sich jedoch der Borussia durch Kevin Großkreutz (51./54.) zwei weitere Chancen, auf 2:0 zu erhöhen. Doch nun setzten auch die Kölner Akzente. So tauchte Milovoje Novakovic (56.) nach einem mustergültigen Konter frei vor Weidenfeller ab, schoss aber knapp am Tor vorbei. Das blieb jedoch die einzige Chance zum Ausgleich. Die Schlussphase dominierte der BVB, stelle aber erneut Schwächen im Abschluss unter Beweis. Entweder war der gute Rensing auf dem Posten oder der Querbalken stand im Weg, wie bei einer hervorragenden Chance für Barrios (79.) und einem Schuss von Sahin (86.).

 

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