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100. Montagsdemo Stuttgart 21: Protest zieht wieder an

dpa/les/Fotos: Beytekin, vom 21.11.2011 20:05 Uhr
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 Foto: Beytekin
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Stuttgart - Die letzte Montagsdemonstration vor der Volksabstimmung am 27. November wurde zu einer der größten in ihrer Geschichte: Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich vor dem Nordausgang des Hauptbahnhofs rund 12.000 Demonstranten, die Polizei sprach von 5000 Teilnehmern.

Bei der 100. Montagskundgebung gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 rief die Sprecherin des landesweiten Aktionsbündnisses, Brigitte Dahlbender, zum "Endspurt gegen die unsäglichen Aussagen der Projektbefürworter" auf. Dahlbender bezeichnete die von Bahn-Chef Rüdiger Grube genannten Ausstiegskosten von 1,5 Milliarden Euro als "Kostenlüge". Zudem komme die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm auch ohne Tiefbahnhof: "Die Entscheidung über den Bau der Neubaustrecke trifft der Bundestag und nicht der Bahn-Chef." Dahlbender zeigte sich überzeugt, die Volksabstimmung zu gewinnen.

Auch eine 101. Demonstration nach der Volksabstimmung ist geplant

Schauspieler Walter Sittler verlas ein Grußwort seiner Wiener Kollegin Erika Pluhar. Diese sprach den S-21-Gegnern weiter Mut im Widerstand zu. Nach der Kundgebung zogen Tausende zu einem abschließenden Schwabenstreich zum Schlossplatz.

Am Morgen hatten drei von 16 Gegnern des Bahnprojekts S 21 gegen 7 Uhr Baufahrzeuge blockiert, die auf das Gelände der Grundwasseranlage fahren wollten. Die Polizei führte das Trio weg.

Laut dem Aktionsbündnis gegen „Stuttgart 21“ ist auch eine 101. Montagsdemonstration (28. November) geplant. Bei der Veranstaltung am Tag nach der Volksabstimmung solle das Ergebnis des Votums bewertet und kommentiert werden. Wie es danach mit dem Widerstand gegen das Milliardenprojekt weiter gehe, hänge vom Ergebnis der Abstimmung ab.

 

Kommentare (109)
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DEZ
09
08:39 Uhr, geschrieben von Z.
Im Nachhinein wirkt alles gespenstisch
Im Nachhinein ist man immer klüger. Klar. Im Nachhinein ist aber auch die Frage berechtigt: Wie konnte es zu einer deramßen falschen Einschätzung der eigenen Stärke durch die Protestbewegung kommen? Wodurch hat sie sich täuschen lassen? Was hat sie von der für sie nicht guten Realität abgelenkt? ALLE Umfragen haben recht ordentlich, ja teilweise sogar auffällig präzise, das Ergebnis der Volksabstimmung vorweg genommen. Warum wurden sie von der Protestbewegung ignoriert? Die Folgen dieser Ignoranz waren ja desaströs: im Vollgefühl der Mehrheit und Überlegenheit wurden nur die eigenen Leute polemisch bei der Stange gehalten - total vernachlässigt wurde die Werbung um Stimmen der Unentschlossenen, noch gravierender: es wurde nicht mehr versucht, Befürworter von Stuttgart 21 zu überzeugen. Das heißt, das Ausblenden der Realität - auch durch die Medien mitverursacht - führte zur deutlichen Stärkung der politischen Gegner, in dem Fall die Befürworter von Stuttgart 21. Zurecht, wenn man diesen Artikel liest, ist Frau Dahlbender zurückgetreten: das war Versagen der Spitze der Protestbewegung.
NOV
27
05:01 Uhr, geschrieben von Jakutzi
Fehlentwicklungen beginnen im Kopf
Nein lieber Dipl.-Ing. Laurenz Scholten, ...... anders herum wird ein Schuh draus. .................. Stuttgart 21 soll mit Lügen, Verdrehungen, Gefälligkeitsgutachten, Tricksereien und hoch skandalösem, undemokratischem Verhalten mit allen Mitteln verhindert werden. ................. Die ganze Aktion ist ein ideales Beispiel, wie Demokratie sowie gesellschaftliche und technische Weiterentwicklung gerade nicht funktionieren. ................... Hier wird versucht, den Bock zu Gärtner gemacht und den Gärtner schlecht aussehen zu lassen. .................... Und hier steht weitaus mehr auf dem Spiel als ein bisschen Bahnhof. ........... Hier steht auf dem Spiel, wie wir künftig mit Problemen umgehen wollen und ob wir uns sehenden Auges von politischen Extremisten und Sektierer die Realiät verbiegen lassen, auf dass wir künftig nicht mehr in der Lage sind, unsere Probleme rational und mit sachlicher Auseinandersetzung zu lösen. .................. Wenn es uns nicht gelingt, gegen eine solche Entwicklung resistent zu werden, erleben wir nicht mehr und nicht weniger als den Abstieg Deutschlands auf das Niveau eines Dritte Weltlandes, wo soziale Gerechtigkeit, Rechtssicherheit, Arbeitsplätze und Demokratie Mangeware sind. ..... Noch immer beginnt jede Fehlentwicklung im Kopf.
NOV
26
15:05 Uhr, geschrieben von Klartext
Wer FÜR Stuttgart 21 ist, muss am 27. November zur Volksabstimmung gehen und mit NEIN stimmen.============
Wer FÜR Stuttgart 21 ist, muss am 27. November zur Volksabstimmung gehen und mit NEIN stimmen.============ Wir als S21-Befürworter müssen glasklar darauf hinweisen: Die S21-Finanzierungsverträge sehen gar keine Kündigungsrechte vor. Deshalb wäre eine Kündigung dieser Verträge durch das Land Baden-Württemberg widerrechtlich. Die Folge wären milliardenschwere Schadenersatzforderungen an das Land.============== Konkret: Das Land müsste 1,5 Milliarden Euro für nichts bezahlen – Geld, das für viele wichtige Projekte, für Bildung, für Kinderbetreuung, für Sozialleistungen, für den Straßenbau und für vieles weiteres mehr fehlen würde. Als Gegenleistung erhält das Land dafür – nichts! Im Gegenteil. ============Selbst die Bahnhofsgegner bestreiten nicht, dass bei einem Ausstieg aus Stuttgart 21 die Sackgasse Sackbahnhof für teures Geld ertüchtigt werden muss: Auch dafür würde das Land mit Sicherheit zur Kasse gebeten. Gegen dieses sinnlose Verschleudern einer horrenden Summe von Steuergeld müssen wir uns mit einem entschiedenen NEIN am 27. November stellen.=============== Deshalb ist klar: Wir sagen bei der Volkabstimmung am 27. November NEIN.========= NEIN zur Verwirrungstaktik der Bahnhofsgegner.========== NEIN zu Unwahrheiten und zur Desinformation.========== NEIN zum Vertragsbruch durch das Land.========== NEIN zu 1.500 Millionen Euro Schadenersatz für nichts.=========== NEIN zur Investitionsfeindlichkeit.=========== Daher die Bitte an alle Befürworter: Setzen auch Sie sich für eine hohe Beteiligung am 27. November und ein NEIN bei der Volksabstimmung ein. Wir dürfen den Bahnhofsgegnern die Verbreitung von Desinformation und Unwahrheiten nicht durchgehen lassen!=========== Sprechen Sie mit Ihrer Familie, Ihren Freunden und Bekannten, Ihren Arbeitskollegen und Nachbarn: Wer es mit unserem Land und seinen Bürgern gut meint, der stimmt am Sonntag mit NEIN zum vertragswidrigen Kündigungsgesetz.
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