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Stuttagrt - Ein großer, ein mittlerer und ein kleiner Wumms, das war's: Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts haben am Freitag die gefährlichen Körner auf einem Feld nahe der B27 entschärft. Ein 29-jähriger Mann, der das Material in dem Keller gelagert haben soll, wurde verhaftet.
In der Gomaringer Straße herrscht am Freitag kurz vor der Mittagszeit Ausnahmezustand. Ein Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Sanitätern parken entlang der Häuserzeilen. Sicherheitskräfte räumen drei Gebäude. Betroffen sind rund zehn Personen. Ein Absperrband signalisiert: Bis hierher und nicht weiter. Allzu neugierige Passanten, die sich nicht daran halten wollen, weisen die Polizeibeamten bestimmt in die Schranken. Da hilft auch das Jammern einer Hausfrau nicht, ihr brenne das Mittagessen an. Die Strenge der Polizei ist angebracht, denn im Keller eines Fachwerkgebäudes an der Gomaringer Straße lagern hochexplosive Chemikalien.
Ein Anwohner hat mit dem gefährlichen Material schon am Donnerstagnachmittag schmerzliche Bekannschaft machen müssen: In einem Hof ist er versehentlich auf bohnengroße Körner getreten, die unter seinen Sohlen explodiert sind. Zu dem Zeitpunkt kann sich keiner erklären, woher das Granulat stammt. Nachfragen unter Anliegern führt die Beamten schließlich in jenes Fachwerkgebäude, genauer in den Keller einer älteren Frau, die in dem Haus wohnt. Der 29 Jahre alte Enkel der Frau hat dort offenbar eine Art Hobbyraum eingerichtet, wo er seiner gefährlichen Freizeitbeschäftigung nachging.
Die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts finden dort jedenfalls mehrere Hundert Gramm hochexplosiver Chemikalien. "Um das zur Explosion zu bringen, bräuchte es kein Streichholz", sagt Polizeisprecher Olef Petersen. Angeblich hat der Mann ausreichend Material gelagert, um damit mindestens ein Einfamilienhaus einstürzen zu lassen.
00:32 Uhr, geschrieben von Versuchschemie.de
Zum Deufel mit solchen Artikeln!